Der Spiegel berichtet über interessante Methoden zur Verbrechensbekämpfung. Was Helge Schneider noch in „00 Schneider” als Witz darstellte, ist mittlerweile also Realität. Indem ein Hund einen anschnüffelt, hat man sich strafbar gemacht. Logisch. Denn Hunde lügen ja auch nicht. Und deren Besitzer, private und nicht einmal nach objektiv meßbaren Kriterien geschulte Nicht-Beamte, natürlich auch nicht.
Wie mir ein Bekannter letztens versicherte, sei es ja auch vollkommen egal, ob man nun als Unschuldiger mal in den Verdacht komme, ein Verbrechen begangen zu haben, weil ja erst im Gerichtsverfahren die Schuldfrage geklärt werde und man bis dahin ja als unschuldig gelte.
Das wird denjenigen nicht viel helfen, die aufgrund eines solchen Verfahrens (am besten in einem Fall, der das gesunde Volksempfinden kochen läßt) in ihrer Nachbarschaft gehaßt werden, ihren Job verlieren, und über die in der Bild-Zeitung in riesigen Lettern berichtet wird.
Denn „wo Rauch ist, da ist eben auch Feuer”.
24. Juni, 2008 at 17:38
Amen.
25. Juni, 2008 at 00:23
Die Argumentation Ihres Bekannten ist von geradezu hinterfotziger Feinsinnigkeit, der es aber gehörig an Empathie fehlt.
Heißt der Mann vielleicht „Wolfgang“?
25. Juni, 2008 at 09:07
Nein, auch nicht Joseph.
Aber in der Tat glaubt er daran. Er meint, daß ein Verdacht der Polizei ja erstmal überhaupt keine negativen Auswirkungen mit sich brächte und sich ja vor Gericht alles aufkläre.
Sebst letzteres ist, wie das obige Beispiel beweist, nicht richtig.