Über eine tolle Veranstaltung stolpere ich gerade.
„Es geht um Social Media vs. Mainstream Media, um Kontrolle vs. Glaubwürdigkeit, Conversation & Co-Creation vs. Key-Messages.”
Gut, nun weiß ich zwar immer noch nicht, welche Assets ich da mitbringen muß, damit mein Mind Set damit geleveragt wird, aber ich habe schon mal eine Idee, ob das nun Sinn macht.
Derart inspired reade ich aber erstmal weiter, denn noch weiß ich nicht wirklich, was mich auf dieser Konferenz erwartet:
„Auch unser Weekend Summit wird keine klassische Konferenz im Sinne von “Top Down Lectures sein”
Gut, es ist also schon mal keine Konferenz. Sondern?
„wir wollen Diskussion, Dialog, Partizipation und Co-Creation.”
Klingt jetzt doch nach einer klassischen Konferenz, wenn ich honest sein soll. Vielleicht lerne ich ja mehr, wenn ich das Abstract mal top-bottom finishe:
„Die Idee zu diesem Weekend Summit hat uns unsere seit einigen Jahren erfolgreiche Summer University gegeben, bei der unsere “Next Generation Leaders” zusammenkommen”
Jetzt bin ich mir dann endgütlig sicher. Diese Konferenz ist nichts für mich. Aber für all die Creatives, die Future Leaders, aber auch Top Professionals aus der Line, die vielleicht mal nicht nur ständig mit Customern talken wollen, die sie eh nicht verstehen, die können sich mal ganz entspannt einmal mehr ihresgleichen hingeben. Und bemerken vielleicht nicht einmal, daß sie mittlerweile eine Sprache sprechen, die keiner mehr versteht.
26. Juni, 2008 at 12:09
Shice. Der Bewerbungslink geht ins Leere. Da werde ich wohl nie erfahren, ob Conversation & Co-Creation die Key-Messages zu Null nach Hause schickt. Muss ich halt weiter Fussek gucken.
PS: Was ist das eigentlich für eine beeindruckende Postingfrequenz? Der Reiz des Neuen?
PPS: Ich habe just ein Buch geliefert bekommen, das dürfte Ihnen gefallen: “Kill your friends” von John Niven. Ein Manager der “Musikindustrie” auf Batemans Pfaden.
26. Juni, 2008 at 12:23
Die Frequenz? Och, ich stolpere gerade aufgrund beruflicher Recherchen über so ziemlich viel Unfug. Und dann blogg ich da mal eben drüber.
Der Reiz des Neuen? Weiß nicht, ist ja nur eine andere Plattform. Vielleicht hängts damit zusammen, daß auf einmal alles funktioniert.
Das Buch klingt spannend. Sagen Sie mir Bescheid, wenn Sie es gelesen haben? Ob es auch das hält, was der Klappentext verspricht?
26. Juni, 2008 at 12:32
- Herrlichregierung.
26. Juni, 2008 at 13:08
Dieser Artikel macht dediziert Sinn, weil, in 2008 sprechen immer noch Menschen transparent solchen Unsinn.
Derlei Sprachverhunzung mag zu Zeiten der New-Economy-Blase _zunächst_ ganz witzig gewesen sein, aber nach deren berechtigtem Platzen ist dieser Speak nur noch peinlich.
Sprache ist Ausdruck des Denkens. Wer dermaßen wirr spricht, der… denkt hoffentlich nur noch, bis die bekannte Chromaxt zu einer schlagartigen Form der Persönlichkeitsstapltung führen wird.
Her Psycho, walten Sie ihres Amtes
(dediziert in 2008)
26. Juni, 2008 at 13:43
Vielleicht erinnern ja viele Piepels gar nicht mehr, wie andere Peer-Groups so talken?
Ich werde mir die Chromaxt mal schnappen. Es wird eh wieder Zeit.
26. Juni, 2008 at 14:12
Wahrscheinlich ist dieser ganze Gammelsprech nur eine Chiffriermethode für die Einladung zu einem Wellnesswochenende, von dem der Chef – sorry: CEO – nichts mitkriegen soll.
Und Sie fallen auch noch darauf herein. Ts.
26. Juni, 2008 at 15:39
Werter Matt,
früher lud man seine Spezies ganz normal in den Puff ein und alle hatten Spaß.
Warum muß man das heute “Wellness-Weekend” nennen?
27. Juni, 2008 at 10:26
Verdammt noch eins, das ist eine verdammt gute Idee. Wie der Kongress der anonymen Zyniker, auf dem zynische Mitarbeiter wieder zu ihrer alten Workaholic-Form zurückgebracht werden. Und als erstes wird gefragt: „Wer ist dafür, die Kursgebühr für ein kollektives Besäufnis auszugeben?”