Eine schöne Geschichte über die Gleichberechtigung gibt es bei der FAZ zu lesen. Ein Mahnmal in Berlin, das die Verfolgung der Schwulen im Dritten Reich zum Thema hat, wurde erweitert. Nun finde ich es persönlich natürlich sehr schön, daß man bald auch Lesbenfilme dort zu sehen bekommt, nur: mit welcher Begründung?

Schwule wurden in KZs gebracht und massenweise getötet. Lesben konnten nicht mehr in Lokale für Lesben gehen. Also wurden beide verfolgt? Oder anders gefragt: Ist es für eine Frau genauso schlimm, wenn sie sich öffentlich besser nicht zu ihrer Neigung bekennen sollte, wie es für einen Mann ist, aufgrund dieser Neigung, oder schon bei einem Verdacht darauf, zu Tode gefoltert zu werden?

Ich glaube, daß diese Art der lesbischen „Gleichberechtigungs-”fanatiker das Gegenteil dessen einfordern, was sie eigentlich bezwecken: Männer sind nunmal von Natur aus härter und Frauen zartbesaiteter, deswegen sind diese beiden absolut nicht vergleichbaren Repressionen auf eine Stufe zu stellen?

Es ist lächerlich. Es ist geschichtsverfälschend. Und es bringt alle Rollenklischees wieder zurück in die Köpfe.