Einige Mac-Benutzer benötigen ab und an auch mal ein Windows-Programm. Natürlich ist es möglich, Windows unter Bootcamp als eigenständiges Betriebssystem zu installieren, aber eigentlich braucht man ja nur ab und an Windows und möchte dafür nicht immer den Rechner neu starten. Also stellt sich schnell die Frage nach einer Virtualisierungslösung. Es gibt ja einige Anbieter im Markt, am bekanntesten dürften Parallels und VM-Ware sein. Sie haben, wie das bei Softwareprodukten so üblich ist, ihre Vor- und Nachteile. Gut benutzbar sind beide.

Eigentlich.

Denn bei Parallels gibt es ein grundlegendes Problem: Es gibt keinen Support. Zwar existiert eine dürftige FAQ-Liste, aber um überhaupt nur Hilfe anfordern zu dürfen, muß der Benutzer erst sich und sein Programm registrieren. Das gilt auch bei offensichtlichen Fehlern des Herstellers, beispielsweise fehlerhaften Lizenzschlüssel.

Doch selbst dann steht der staunende Käufer vor einem ernstzunehmenden Problem: Er bekommt keine Antwort, abgesehen von der automatisch erzeugten, daß man sich innerhalb dreier Werktage in Verbindung setzen werde.

Ich sitze also vor meinem Rechner, versuche den Fehler bei mir zu finden. Aber wie ich es auch drehe und wende: Der Lizenzschlüssel will einfach nicht erkannt werden. Ich kann das Produkt, obwohl ich es bezahlt habe, obwohl ich es registriert habe, obwohl ich eine Woche gewartet und anschließend jeden Tag eine E-Mail geschickt habe, wo denn nun die unterstützende Kavallerie sei. Man sagt einfach nichts. Ignoriert das Problem.

Klar, ich bin ja auch schon Bestandskunde. Und verärgert. Mit solchen Leuten will man sich bei Parallels nicht abgeben. Lieber ein paar Mark mehr in neue Werbung stecken, die Konkurrenz langsam auch technisch an sich vorbeiziehen lassen, den Kopf in den Sand stecken.

Ich werde auf VMWare umsteigen. Und kann nur jedem, der sich einen Mac zulegt und Virtualisierungssoftware benötigt, von Parallels abraten.