England ist mal wieder weiter als wir. Während bei uns noch immer scheinheilig über den sogenannten Bundestrojaner diskutiert wird, macht man in England Nägel mit Köpfen. Thoughtcrime wird dort nicht erst gesucht, wenn die möglichen Terroristen bereits ausgereifte Persönlichkeiten sind, die, mit allen Wassern gewaschen, sich sogar Lügendetektortests und Jack Bauer persönlich entwinden können.
England weiß, daß man Terroristen zu dem Zeitpunkt überführen muß, wenn sie am verwundbarsten sind. Bevor sie selbst wissen, daß sie Terroristen werden. Wovon Amerika noch träumt, ist bei unserem sympathischen Nachbarn bereits Wirklichkeit. Vielleicht ist man dort nicht so erfinderisch, daß Apparate zur Gedankenkontrolle erfunden werden. Aber das heißt nicht, daß das Vereinigte Königreich bei der Terrorismusbekämpfung hinten anstehen wird.
Wie wir als Deutsche ja wissen, muß eben, wenn es am Material fehlt, der äußerste Wille auch zu unmenschlichen Taten für den Sieg herhalten. England hat dies auf vorbildliche Weise umgesetzt.
Momentan ist England noch ein verweichlichter Rechtsstaat, deswegen kann über die Empfindungen der dummen Bürger noch nicht ganz hinweggegangen werden: Momentan werden rassistische Kleinkinder nur von ihren Betreuern gemaßregelt.
Aber nach dem nächsten Anschlag, wenn das Wahlvolk endlich begriffen hat, daß die Aufgabe von ein wenig Freiheit doch ein so kleines Übel ist, wenn dadurch auch nur ein einziges Menschenleben gerettet werden kann, dann wird es verstehen: Auch wenn sie noch so klein und unschuldig aussehen, auch wenn sie nur „bäh” statt „meine Geschmackszellen vermögen dieses hochinteressante Essen der traditionsreichen Küche Indiens noch nicht zu goutieren, aber ich werde an mir arbeiten, dieses wundervolle Land besser kennenzulernen” sagen: Es sind Rassisten. Und die gehören nicht in diese Gesellschaft, wehret den Anfängen, schmeißt sie in den Hochofen!
9. Juli, 2008 at 01:36
Herr Psycho, warum so negativ?
Sollten junge Muslime Schweinefleisch ablehnen, so können sie fortan wegen Rassismus belangt werden.
Hat was von Catch 22
9. Juli, 2008 at 09:19
Die Bürger bereits als Kleinkind „auf die richtige Bahn“ zu bringen, ist schon lange Strategie der Regierung.
Hier ein sehr interessanter Beitrag des anerkanntesten englischen Datenschutz-Spezialisten Prof. Korff.
https://www.datenschutzzentrum.de/sommerakademie/2007/video/sak2007-vortrag-korff.htm
9. Juli, 2008 at 09:52
Sinn-niel: Richtig, früher war’s die Kindheit (HJ, FDJ,…) heute geht man schon früher ran an die Buletten.
Nik: Wieso negativ? Ich begüße doch ganz außerordentlich die Bemühungen, Menschenleben auch vor Kleinstkriminellen (höhö) zu schützen.
9. Juli, 2008 at 10:44
da sehe ich jetzt schwarz für joachim „blacky“ fuchsberger. man sollte generell – insbesondere bei ausgewachsenen künstlern – diese rassistischen wortspielchen unterbinden.
was in vormodernen schlagerzeiten noch als halbwegs gelungener, selbstironischer gag durchging (roberto blanco, haha) zeugt heute eigentlich nur noch von einem: nämlich dass diese leute NICHTS aus der geschichte gelernt haben.
hatte diese schlagerfuzzies schon immer im verdacht, deutschtümelnde rassisten zu sein.
9. Juli, 2008 at 11:00
Stellt Roberto Blancoschecks aus und bezahlt womöglich mit Schwarzgeld?
Selbst die „Schwarzen“ haben nun Orange als Parteifarbe gewählt.
9. Juli, 2008 at 11:05
In Zeiten, wo „Neger-Kalle” nicht mehr so genannt wird, hat sich auch ein Roy Black einen neuen Namen zuzulegen. Bei Countrylegende Johnny Cash war es ja besonders bizarr: Der „Man in black” kam aus der Rassismushochburg der USA.
Aber Diskriminierung fängt ja schon bei Sachen an: Hatte Helmut Kohl nicht mal was mit schwarzen Koffern? Ist Münte die Schwarzarbeit nicht sauer aufgestoßen?
Ich glaube, bei diesen Sprachdingen wird ordentlich was getürkt.