Der Staat, der uns ja alle vor Krisen und so schützen soll, hat sich wieder eine großartige Rettungsaktion für unser Lieblingsland ausgedacht: Er möchte uns davor beschützen, mit zuviel undeutschem in Berührung zu kommen.
Nicht nur, daß es natürlich per se unglaublich ist, das Einladungsverhalten der Bürger zu speichern, also de facto zu überwachen, aus welchen Ländern sich sein Freundeskreis zusammensetzt, nein! man will ja auch gleich aus Bürgschaften für Ausländer mögliche Verdachtsmomente ziehen.
Also platt gesagt: Wer viele Freunde hat, die undeutsch sind, der ist ja schon mal verdächtig. Also derjenige, der sich mit ausländischen Geschäftspartnern trifft, beispielsweise. Denn für die braucht man meist eine Bürgschaft. So wirtschaftsfreundlich ist unser Staat: Wenn ein indischer Kollege mit mir über ein Projekt spricht und sich deswegen mit mir treffen will, dann muß ich dem deutschen Staat erklären, daß ich auch dafür sorge, daß er wieder abhaut. Oder die anfallenden Kosten übernehmen, wenn dieser Schlingel sich auf unsere Kosten als Schmarotzer durchfressen will (anstatt wieder die Geschäfte seines gutlaufenden Unternehmens in Madras zu führen).
Und dadurch, daß ich für ihn bürge, weil ich ja nicht möchte, daß er sich als Urlauber ausgeben muß, um mich zu treffen, lande ich in der Kartei der verdächtigen Deutschen.
Noch besser ist dann die Beruhigung des SPD-Experten Hartmann: „Wenn die Botschaft sieht, dass ein Pfarrer immer die gleiche Pfadfindergruppe einlädt, muss man ja nicht so skeptisch sein.”
Also: Ja, in manchen Fällen kann man in bezug auf die VERDÄCHTIGUNG AUSNAHMEN machen. Aber generell ist schon jeder, der einen Nichtdeutschen beherbergt, ein potentieller Terrorist.
Ja, diesen Politikern sollte man unbedingt noch mehr Kontrolle über unser Leben geben. Die wissen, was gut für uns ist.
Im Bild: Ein Thai-Restaurant. Ohne störende Ausländer.

9. Oktober, 2008 at 15:41
Unglaublich. Der Staat in seiner Wissens-Gier ist wirklich unersättlich. Demnächst werde ich mal meine Festplatte verschlüsseln.
9. Oktober, 2008 at 15:44
Ich glaube, „demnächst” sollte, äh, zeitnah geschehen. ;-)
9. Oktober, 2008 at 16:31
Ver etwas verschlüsselt ist per so noch verdächtiger, ach was, ist schuldig.
Wer unschuldig wäre, bräuchte nichts zu verschlüsseln.
Also Verschlüsselung -> Knast
9. Oktober, 2008 at 17:12
Richtig. Guter Punkt. Man muß die Verschlüsselung genauso unter Strafe stellen wie die Bildung einer kriminellen Vereinigung!
Und alle Firmen, die sowas anbieten, vom Markt ausschließen. Und alle Ausländer sowieso. Hah.
Ich glaube, wir kommen der endgültigen Lösung ein gutes Stück näher.
9. Oktober, 2008 at 18:17
Absolut richtig!
Und Kettensägen und verchromte Äxte nur noch an Förster. Nicht wahr Herr Psycho?
9. Oktober, 2008 at 22:05
Aber jeder Depp hier erwartet, daß er überall hinfliegen kann, wie es ihm einfällt. Wenn man dann ein Visum braucht, sogar als Deutscher, was glauben die eigentlich, diese Ausländer.
9. Oktober, 2008 at 23:03
nicht unter strafe stellen, sondern geld damit verdienen und wissen, was abgeht.
also alle anbieter verbieten, bzw verstaatlichen und zu einer megabehördenfirma fusionieren.
verschlüsseln darf dann jeder, gegen gebühr. wobei der staat natürlich jeden schlüssel knacken kann, bzw diesen schlüssel praktischerweise deiner alved (ausländervieleinladerdatei) oder gleich der steuerakte beilegt.
schliesslich ist kontakt zu ausländern auch in hinsicht auf steuerflucht verdächtig.
11. Oktober, 2008 at 02:07
GP, zum Glück sind Sie Österreicher. Ich kann mich also weiterhin gefahrlos mit Ihnen auf ein Bierchen treffen, nicht wahr?
11. Oktober, 2008 at 16:10
Guter Punkt, Junkhead: Die Nähe zu Ausländern als Steuerfluchtsverdacht. Damit könnte man das Ding ja auch noch als sozial verkaufen.
Matt: Das zu beurteilen müssen wir schon den Behörden überlassen, ja? Wer sind denn Sie, daß Sie über gute und schlechte Ausländer entscheiden können?
(Heute abend?)
11. Oktober, 2008 at 21:39
Fußball zu Hause – mit einer RUSSIN!!!! Kommen Sie vorbei. Wodka gibt es gratis.
14. Oktober, 2008 at 12:30
Ich gehe schon seit Jahren nicht mehr vor die Haustüre. Ich habe das alles kommen sehen. Seit kurzem habe ich sämtliche Spiegel abgehängt, damit ich nicht mehr mit mir direkt kommunizieren kann. In meinem Stammbaum wurden italienische, ungarische und norwegische Wurzeln lokalisiert.
Meinen Koffer habe ich selbstverständlich mit allen Wertgegenständen, Aktienpapieren schon abholfertig neben die Türe gestellt, sowie das Zahngold vorsorglich aus dem Mund gebrochen. Man will ja auch nicht zur Last fallen, wenn man in den Zug verladen wird.
Gehe ich zu weit? Sicherlich.
14. Oktober, 2008 at 23:09
Nun, ich denke, Sie handeln genau richtig. Ich selbst bin ja halber Österreicher. Und ich sitze auch ständig auf gepackten Sachen. Gut, das liegt auch daran, daß ich keine Lust habe, aufzuräumen.