Irgendwie habe ich das Gefühl, daß sich die Piraten vor Somali so langsam überschätzen. Natürlich gilt vielleicht Indien nicht als die Elite der kriegerischen Seefahrt, aber sich mit irgendwelchen Kleinstbooten mit einer Fregatte anzulegen, zeugt doch von äußerst schlechtem Einschätzungsvermögen.
Ich frage mich gerade, was da in den Köpfen der Seeräuber wohl vorgeht.
„Hömma, da ist son Kriegsschiff zu sehen.”
- „kein Tanker oder vielleicht eine Luxusjacht?”
„Nöö, nur son Kriegsschiff.”
- „aus welchem Land denn?”
„Indien, glaub ich.”
- „ja, wenn sonst nix da ist, dann greifen wir halt das an.”
„Sir, das ist aber eine Fregatte.”
- „egal, mir ist langweilig. Wenns nicht klappt, laden wir halt den alten Spielstand.”
Da haben die Piraten, die den englischen Tanker entern wollten, schon besser reagiert, als die deutsche Fregatte auftauchte. Irgendwie schade, ich hätte es ja toll gefunden, wenn unsere Marine mal ein paar Piraten auf den Meeresgrund geschickt hätte. Normalerweise läuft das bei uns ja immer umgekehrt.

19. November, 2008 at 12:51
Sollte es der Piratenkapitän überlebt haben, kann er zumindest die Filmrechte an Jerry Bruckheimer verkaufen. Ist doch auch ne schöne Summe. Fraglich ist natürlich nur, ob er bei der Kosten/Nutzenanalyse richtig kalkuliert hat. Was kostet denn so eine Handvoll Kleinboote?
19. November, 2008 at 13:17
Gute Idee eigentlich. Filmtitelvorschläge?
19. November, 2008 at 13:24
“Black ship down”? Aber dann kommt wohl gleich der Rassismusvorwurf…
19. November, 2008 at 13:47
Für einen billigen Spin-Off a la “Pirates of the …” sollte es allemale reichen.
Auf welchen Drogen muß man denn sein, um mit Maschinengewehren und Panzerfäusten eine Fregatte (mit deutlich überlegenerer Bewaffnung) anzugreifen?
19. November, 2008 at 13:54
„Wir waren Deppen” vielleicht? „Who Dares Sinks”?
Eine Fregatte! Also ein mit Kanonen, Maschinenwaffen und Lenkraketen ausgestattetes Schiff, mit trainierter Besatzung. Hubschrauber. Und auch noch der Möglichkeit, Unterstützung anzufordern. Also ich weiß nicht. Sollte man mal für die „Darwin Awards” vorschlagen.
19. November, 2008 at 14:31
Wenn man mit dem Bötchen nahe genug ran kommt, helfen die Kanonen, Lenkraketen und Hubschrauber auch nicht mehr…das wäre ungefähr so, mit einer 45er zu versuchen eine Fliege auf seiner Brust zu erschießen…
Filmtitelvorschlag: “Versuch macht kluch…”
19. November, 2008 at 16:22
ach schön, ihre rollenspielassoziation. hatte gleich ganz grandiose, epische abenteuerideen.^^
19. November, 2008 at 16:23
wäre ich der reder dieser schiffe (Sirius Star etc.) hätte ich schon längst “sicherheitspersonal” an bord jedes schiffes entsendet, mit der anweisung skrupellos alles zu erschießen was in kaperlaune daherkommt. Die Saudis sond doch sonst nicht so zimperlich. scheiß auf irgendwelche abkommen. zack zack, alle piraten niedergemetzelt. dann hätte man ruhe. und der “beruf” des piraten würde da unten vieleicht nicht mit solchen erfolgsaussichten verbunden.
19. November, 2008 at 16:31
Und wer wären in Ihrer Geschichte dann die Helden? Die Piraten oder die Soldaten? Ersteres wäre etwas zu klischeehaft und letzteres eher weniger spannend, oder?
Oder doch die Variante von devox: Private Sicherheitsleute, schlecht bezahlt und ausgerüstet, gegen hochmoderne Piraten. Wäre aber politisch nicht korrekt, weil die ja von Konzernen bezahlt werden, also die Sicherheitsleute, da müßte man dann noch eine Wendung einbauen, daß die Piraten doch die guten, armen, ausgebeuteten Eingeborenen sind, die von den Konzernen als Legitimation gebraucht werden… aber dann wäre es wieder klischeehaft.
ach, verdammt.
19. November, 2008 at 16:59
oder die sicherheitsleute sind in wahrheit piraten, und die “echten” piraten von der CIA angeheuerte gauner. Das wird dann so eine fürchterliche verwechslungskiste bei der man bereits bei verpassen der ersten 4 minuten nichtmehr durchsteigt.
Oder Die Sicherheitsleute sind aus dem selben dorf wie die piraten und müssen sich entscheiden, ob sie ihre brüder totschießen oder das geld der ölkonzerne nehmen. eine schwierige psycho-action-thriller-sache.
oder (vorschlag 3) eine geheimnissvolle 3. partei mischt sich ein: Die delphine. Von der Jahrelangen Tyranei der Hochseefischer geplaagt haben sie sich Laser und Maschinenpistolen auf dem rücken wachsen lassen und zertrümmern so piraten und tanker. Mit Steven Seagal als Delphineinzelkämpfer.
19. November, 2008 at 17:15
@devox: genial…ich schmeiß mich echt grad weg
19. November, 2008 at 19:10
… also wenn, dann sind das Haie mit kleinen Lasern auf den Köpfen.
Ob das dem MI6 gefällt weiß ich nicht.
Allerdings verstehe ich nicht, wie man a) einen 100 Mill. Barrel Tanker verlieren kann und b) wenn er in einem schangeligen Hafen liegt nicht mal ein paar Kampftaucher dort vorbeischickt anstatt ein paar Dollar.
Entern + 8
19. November, 2008 at 20:07
somali?
19. November, 2008 at 21:14
Da sollte sich die deutsche Marine mal besser bewähren als damals im Skagerrak.
19. November, 2008 at 21:28
kein guter plot ohne ausserirdische, die sich als piraten tarnen und damit dolph lundgren alias käptn whiteknight auf den plan rufen, der mit seiner fregatte und allerlei v-waffen auf alienjagd über die weltmeere schippert.
oder aber der tanker ist das getarnte ufo und die dusseligen piraten erleben ein herrlich komisches space-abenteuer. oder einen horrortrip, mit viel blut und schmatzenden ausserirdischen, die auf dem tanker in dunklen ecken lauern, nur um dann einen piraten nach dem anderen abzuschlachten und partiell aufzuessen. und für eine chromaxt finden wir auf piratenseite auch noch platz. wobei es auf alienseite (schleimige aliens töten ihre arglosen opfer mit einer chromaxt) weniger klischeehaft wäre.
20. November, 2008 at 09:16
Tanker? Piraten? Ein Fall für Mad Max …
20. November, 2008 at 09:25
@junkhead: Bis auf die Aliens klingt das doch sehr nach “Ghostship”…
Für einen gelungenen Film wünsche ich mir neben Lundgren und Segal UNBEDINGT Chuck Norris…damit wären doch alle Klischees dieses Genres erschlagen…
Falls man jedoch eine etwas “frischere” Zielgruppe hat, sollte man sich bei der Besetzung doch eher auf VinDiesel und Jackie Chan festlegen…mir fällt aber grad niemand für die weibliche Hauptrolle ein…Jessica Alba vielleicht? (sabber)
20. November, 2008 at 09:56
„Event Horizon” auf dem Meer, das isses. Und zwar besser gemacht als „Ghost Ship” und mit mehr Blut- und Gewaltorgien. Und Aliens mit Chromäxten, außerdem noch ein Endzeitszenario mit Mad Max. Ich glaube, wir sind hier etwas ganz Großem auf der Spur.
Ich möchte auch gerne noch sehen:
Michael Dudikoff (der einzige „Schauspieler”, der noch talentloser ist als Chuck Norris)
Tia Carrera (die einzige Frau, die mit zunehmendem Alter an Sexappeal gewinnt)
…und natürlich Uwe Boll als Regisseur!
20. November, 2008 at 10:38
Wäre schön, wenn Herr Boll sich wenigstens einer Szene in Anlehnung an das “TWÄNG” im Vorspann von GHOSTSHIP annehmen würde…die fand ich sooo schön…
20. November, 2008 at 11:47
und ein computerspiel liesse sich direkt nachschiessen, wobei dieses ja schon näherungsweise existiert, wie wir letztes wochenende gesehen haben. wie hiess das game doch gleich?
und für die weibliche hauptrolle als böse alienmutter: nein, nicht sigourney weaver (klischee), sondern eine der desperate housewives, am besten alle 4, die alle einen qualvollen, extrem blutigen tod erleiden mussen, weil sie nur sterben, wenn man ihnen die gliedmassen abtrennt, ausgenommen den kopf (identitätsstiftend!). kommt bekannt vor? reiner zufall!
20. November, 2008 at 11:54
hughunter: Das war auch meine Lieblingsszene. Eine grandiose Idee virtuos umgesetzt.
junkhead: Wir haben „Dead Space” gespielt. Das meinten Sie sicher. Sieht übrigens in groß dann doch deutlich besser aus.
Warum nehmen wir als „Alien Queen Mum” nicht Ypsilanti? Die sucht eh gerad nach nem Job, und andersartig genug ist sie auch.
20. November, 2008 at 12:10
Den Namen “Ypsilanti” hätte sich auch ein George Lucas nicht besser ausdenken können.
Der Film wird ein Renner!!
20. November, 2008 at 13:09
Ypsilanti sollte aber bitte in den ersten Filmminuten das zeitliche segnen. Vielleicht durch eine spektakuläre Aliengeburts-Szene worin der Oberfiesling des Films “Schäfer-Gümbel” geboren wird (welcher zum ende natürlich auch hops gehen sollte)…
Der Film bekommt langsam einen etwas sehr politischen Touch, oder? ;)
Viele Grüße,
-m
20. November, 2008 at 13:33
Oder der tragische Held des Films ist ein unbedarfter Schäfer (namens Gümbel), der seinen Enkeln die Geschichte der Seeräuber im 21. Jahrhundert erzählt. Und am Ende seiner Geschichte kommt heraus, daß er eigentlich ein Alien ist und seine Angehörigen frißt (die Revolution frißt ihre Kinder und so). Ein Trash-Film mit ironischem Unterton.
Herr Boll – übernehmen Sie!
21. November, 2008 at 10:04
Einige Piraten sollen sogar Voodoo einsetzen. Dagegen ist die Marine garantiert machtlos