
Islamische Taube beim konspirativen Beten
Dubai. Ich laufe durch endlos sich dahinziehende Gänge, die anscheinend zum selben Flughafen gehören, an dem ich angekommen bin. Obwohl ich das Gefühl habe, mittlerweile wenigstens im Iran angekommen sein zu müssen, jedenfalls von der Entfernung her.
An der Paßkontrolle die erste Überraschung: Die Typen, die bei uns normalerweise häufig „zufällig” von den Beamten für eine Befragung ausgewählt werden, sind hier die Kontrolleure. Ich muß zugeben: Schlecht sieht das gar nicht aus, dieses traditionelle Gewand der Leute hier. Zumindest bei den Männern. Die dürfen ja sinnvollerweise weiß tragen. Warum die Frauen dafür schwarz verhüllt herumlaufen, ist mir, verzeihung, schleierhaft.
An der Gepächkontrolle treffe ich zufällig die amerikanischen Kollegen. Lustig, dabei hatten wir uns überhaupt nicht abgesprochen. Vielleicht ist Dubai doch kleiner, als man denkt. Auf dem Weg in die Stadt verstumme ich mitten im Gespräch, weil die Hochhäuser, die ich aus dem Taxifenster sehe, mich zutiefst beeindrucken. Die amerikanische Verkäuferin hingegen ist von der Sauberkeit der Straßen angetan, und das kann ich ihr noch nicht einmal verdenken: Wenn ich hier mitten auf der Straße ein Picknick machen wollte, nun, es scheiterte zumindest nicht an hygienischen Erwägungen.
Kurios: Ein Gebäude ist derart gebaut, daß es aussieht, als sei ein Flugzeug hindurchgeflogen. Wenig vertrauenserweckend, denn es ist die Pilotenschule von Emirates.
Das Hotel ist wieder Erwarten gut. Die Zimmer sind geräumig, sauber, es gibt einen Flachbildschirm. Aber keinen Internetzugang.
Erste Amtshandlung: Einkaufen. Mountain Dew, Red Bull, diverse Fruchtsäfte, Kekse, Dunhill Top Leafs. Kein Bier, das bekommt man hier nicht im Supermarkt. Natürlich nicht.
P.S. Habe hier nur sehr eingeschränkt Internetzugang.
26. Januar, 2009 at 21:37
Das Hotel mit dem flugzeugförmigen Loch hätte ich gerne mal gesehen. Wenn Sie das gelegentlich nachreichen könnten … Danke.
Und jetzt mache ich mir ein schönes kaltes WARSTEINER auf, hehe.
26. Januar, 2009 at 21:46
gott ist tot.
dieser plock ist am ende.
morbus.
morbus.
26. Januar, 2009 at 22:01
Hallo Herr GP,
ich dachte Sie wären in Ägypten, die Wiege aller Kultur.
In Dubai kann man leider nur Einkaufen.
Wer länger dort bleibt, kann dann noch arbeiten oder sich langweilen.
Vor einigen Jahren kam die westliche Expat-Gemeinde auf die Idee eines gut organisierten, temporären Frauentausches, aber ich glaube die Regierung ist diesbezüglich eingeschritten.
Falls Sie noch auf der Suche nach etwas für das Handgelenk sind: http://www.seddiqi.com
Mit etwas Glück sind gute 50% auf deutsche Preise drin.
Viele Grüße, RWI
26. Januar, 2009 at 22:03
Ach ja…
Ich muss demnächst zu den Kuala Bären – kann man dort irgend etwas spannendes machen. Und muss ich mir morgens Viehzeug aus den Schuhen klopfen?
27. Januar, 2009 at 11:22
RWI: Man kann. Beispielsweise einkaufen. Sonst aber vor allem gucken: Der Park vor den Twin-Towers laedt zum Flanieren ein. Und zum Ausruhen.
Und die Vergnuegungsviertel sind grossartig. Erstaunlich fuer ein muslimisches Land: Man bekommt ueberall alkoholische Getraenke.
Danke fuer den Tip fuers Handgelenk. Gucke ich mir heute abend gleich mal an.
Matt: Wie gemein. Hier bekomme ich immerhin Heineken, aber das auch nur in ganz wenigen Restaurants. Und ziemlich teuer.
(Und all das kann ich nur an einem oeffentlichen Terminal tippen.)
27. Januar, 2009 at 12:24
Mich wundert, dass Sie bei Ihrer Vermummungsphobie überhaupt ohne Schweißperlen aus dem Flieger steigen konnten (von der witterungsabhängigen Transpiration abgesehen). Respekt.
27. Januar, 2009 at 21:50
“Das Hotel ist wieder Erwarten gut.”
bitte was?
28. Januar, 2009 at 20:30
gerne empfehle ich nochmal den irish pub am flughafen, zwischen den raucherräumen (gate 120 oder so).
alkohol in rauhen mengen, schweinefleisch in allen varianten, wlan kostenlos, sports-tv auf mehreren screens und laute rockmusik (und folk). und das ganze 24/7… plus: uneingeschränkte raucherlaubnis!
ps: wann wurde denn das gebäude der pilotenschule erbaut?
30. Januar, 2009 at 17:01
Murkel, das Hotel wurde von der knausrigen amerikanischen Partnerfirma gebucht. Da hatte ich große Bedenken. Die aber glücklicherweise enttäuscht wurden.
Guest68: Ich werde meine Gedanken und Erlebnisse diesbezüglich noch separat hier niederschreiben. Nur soviel: Ich war froh, als ich in den Flieger nach Wien steigen durfte.
Junkhead: Dieser Tip war Gold wert. Wirklich. Habe mit einem netten Holländer dort ein paar Stunden herumgelungert, Guiness getrunken, Zigaretten geraucht. Danke, Mann.
30. Januar, 2009 at 20:34
gern geschehn, aber madame wollte wohl auf etwas anderes hinaus, oder? ;-)
30. Januar, 2009 at 20:37
Wieder? Ich habe in der Tat „wieder” geschrieben? Man möge mich bitte köpfen.