„Man könnte sich ja mal wieder auf ein Bier treffen,” meint die Exkollegin F. betont lässig, und ebenso locker antworte ich ihr, daß ich mal meinen Terminkalender befragen müsse, aber grundsätzlich auch nicht abgeneigt sei.
Einen Tag später stehe ich leicht fahrig vor ihrer Wohnung, um sie abzuholen. Sie kommt mir entgegen. Ihr Aufzug ist atemberaubend: ein schlichter, knapper Rock in beige, dazu eine moderne, taillierte Bluse mit tiefem Ausschnitt. Gekonnt lässig begrüße ich sie mit einem „äh, äh, äh, also, hallo.”
Wenige Stunden später. Wir sitzen in einer Lesung einer unterhaltsamen Truppe, die über alle möglichen Menschen lästert. Also ein konsensfähiges Thema. Dennoch bin ich ziemlich abgelenkt. Ich habe mir von ihr ja nun diverse Absagen abgeholt, insgesamt drei. Warum ich immer noch mit ihr ausgehe? Ich weiß es nicht. Aus irgendeinem Grunde habe ich das Gefühl, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis wir zusammenkommen.
Pause. Untergehakt laufen wir nach draußen, verlieren ungefähr zwanzig Sekunden mit Reden, bevor wir uns küssen.
Diese Begegnung ist nun ungefähr drei Wochen her. So genau weiß ich das auch nicht mehr. Aber die Soap, die wir über die letzten zwei Jahre (größtenteils im Blog dokumentiert) abgezogen haben, ist somit (vorerst) vorbei.
20. Oktober, 2009 at 13:30
Na dann wünsche ich mal alle Gute!
20. Oktober, 2009 at 13:35
Raff ich nicht. Gar nix mehr oder jetzt voll real ???
20. Oktober, 2009 at 13:52
Endet der Name von F. eigentlich mit einem „a“? Sie sprachen ja von Soaps … „Ebenso wie die für Telenovelas typische einfach strukturierte und kantenlose Story werden für die Hauptfiguren einfache, zweisilbige Namen ohne harte Konsonanten gewählt. Diese Namen muss der Zuschauer leicht aussprechen und sich merken können, sie dürfen nicht exotisch sein. Daher werden in deutschen Telenovelas z.B. Namen wie Sarah, Julia oder Laura verwendet“ (Quelle: Wikipedia).
Nur so als Tipp, damit Sie ja nicht Gefahr laufen, den tumben Mob, der bei Ihnen liest, zu verlieren … *ähem*
Wie dem auch sei … Ich wünsche Ihnen ein gesundes Fundament.
20. Oktober, 2009 at 14:14
Voll real und so.
20. Oktober, 2009 at 14:27
Na dann viel Erfolg ;) !
20. Oktober, 2009 at 14:47
*schmunzel*
Ich wünsche Ihnen alles Gute!
21. Oktober, 2009 at 09:03
Lieber GP, Sie werden sicher noch sehr viel (Tüdelchen unten) Spaß (Tüdelchen oben) an/mit f. haben – oder vermutlich auch umgekehrt. Hauptsache, Sie verweisen nicht irgendwann auf die Einöde in der Nähe von Las Vegas, wenn ich nach dem Verbleib der guten Dame frage, weil sie nicht zum Dienst erschienen ist … allet jute.
21. Oktober, 2009 at 22:43
So kurz und trocken und ohne jede Dramatik – meinen Sie nicht, daß das schon fast Betrug an Ihren Lesern ist?
22. Oktober, 2009 at 13:01
ach wie herzerweichend
22. Oktober, 2009 at 20:14
Na, Herr GP, dann bin ich ja froh zu hören, dass es keine anderen Gründe für ihre lange Beitragszurückhaltung gab. Dieser Grund hier ist ja ein durchaus reizvoller.
Ich hoffe, Sie arbeiten gegenwärtig am Stil ihrer Konversation mit F. Äh-Äh ist ja doch stark verbesserungswürdig.
23. Oktober, 2009 at 10:00
Ja, Spritkopf, das ist fast schon Betrug an den Lesern. Dieser Artikel war ja als Erklärung, warum ich gerade so wenig schreibe gedacht. Daher muß er die Erwartungshaltung enttäuschen, denn sonst erfüllte er seinen Zweck ja nicht.
Las Vegas… nein, ich glaube nicht. Ich glaube, die Elbe tuts im Zweifelsfall auch, Guest68 ;-)
Und ja, Nihilistin, ich schaff mittlerweile mehr als „äh äh”. (bitte diesen Satz unbedingt falsch verstehen)
25. Oktober, 2009 at 19:38
„Voll real und so“ ist immer gut. Sehr gut. Ich selber bin ein grosser Fan davon.
29. Oktober, 2009 at 15:44
…ich glaub, mir wird schlecht… -würg-
29. Oktober, 2009 at 15:49
Dann schlage ich vor, Sie übergeben sich.
29. Oktober, 2009 at 17:29
sie haben ja wirklich putzige ideen…sie wissen doch ganz genau, daß meine aussage eher metaphorisch zu deuten war…wo ist ihr sinn für solche dinge geblieben?? hat die F. ihnen diesen schon ausgesaugt? (oh…vielleicht auch ihren sinn für doppeldeutigkeiten?)
ok…ich hör schon auf…vielleicht mache ich sie ja böse und wache mit nem netten schmiss zwischen kinn und schlüsselbein auf…der vorteil wäre natürlich eine rückbesinnung auf ihre bestimmung und evtl. wieder mehr lesespaß an ihrem blog…kann ich dann zwar nicht mehr genießen…aber irgendwas ist ja immer ;)
29. Oktober, 2009 at 17:52
Ach, Sie wissen doch: Wenn ich tagsüber miese Laune habe, dann habe ich für nix mehr Gespür.
Das mit dem Aussaugen möchte ich jetzt weder bestätigen noch dementieren. Sie wissen schon: Es lesen Menschen mit, die uns persönlich kennen. Uns in dem Fall: Exkollegin F. und mich. ;-)
30. Oktober, 2009 at 11:38
…mich nicht -g-