„Man könnte sich ja mal wieder auf ein Bier treffen,” meint die Exkollegin F. betont lässig, und ebenso locker antworte ich ihr, daß ich mal meinen Terminkalender befragen müsse, aber grundsätzlich auch nicht abgeneigt sei.

Einen Tag später stehe ich leicht fahrig vor ihrer Wohnung, um sie abzuholen. Sie kommt mir entgegen. Ihr Aufzug ist atemberaubend: ein schlichter, knapper Rock in beige, dazu eine moderne, taillierte Bluse mit tiefem Ausschnitt. Gekonnt lässig begrüße ich sie mit einem „äh, äh, äh, also, hallo.”

Wenige Stunden später. Wir sitzen in einer Lesung einer unterhaltsamen Truppe, die über alle möglichen Menschen lästert. Also ein konsensfähiges Thema. Dennoch bin ich ziemlich abgelenkt. Ich habe mir von ihr ja nun diverse Absagen abgeholt, insgesamt drei. Warum ich immer noch mit ihr ausgehe? Ich weiß es nicht. Aus irgendeinem Grunde habe ich das Gefühl, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis wir zusammenkommen.

Pause. Untergehakt laufen wir nach draußen, verlieren ungefähr zwanzig Sekunden mit Reden, bevor wir uns küssen.

Diese Begegnung ist nun ungefähr drei Wochen her. So genau weiß ich das auch nicht mehr. Aber die Soap, die wir über die letzten zwei Jahre (größtenteils im Blog dokumentiert) abgezogen haben, ist somit (vorerst) vorbei.