Ich möchte ja nun nicht den Eindruck vermitteln, ich beschäftigte mich nur noch mit der Maastrix, aber ich habe dort schon wieder von einem interessanten Vorgang gelesen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
Presseerklärung:
Hamburger Konzertfotografen boykottieren das Rammsteinkonzert am 14.12.2009 aufgrund von Knebelvertraegen. Stellvertretend auch fuer viele weitere Kollegen trafen sich spontan die Fotografen Philipp Szyza – 2-kameraden, Christian Fischer – Buehnenblicke, Rainer Merkel, Joerg-Martin Schulze – jms-photo, Carsten Schem – Concert Views, Marco Maas – Fotografirma, Heiko Sehrsam – Pics Hamburg, Nicola Ruebenberg – Face To Face, Isabel Schiffler – Jazz Archiv, Markus Lubitz – Jazz Archiv zum gemeinsamen Protestfoto.
Der Vertrag der Rammstein GbR reduziert u.a. die Verbreitungsmoeglichkeiten der Konzertfotos auf ein einziges, namentlich zu bezeichnendes Medium und beinhaltet, dass Rammstein die Bilder gratis für eigene Zwecke nutzen darf. Bildjournalistinnen und -journalisten sollen der Band gestatten, Fotos für die Nutzung auf Webpages von Rammstein oder dem Management der Band ohne gesonderte Verguetung nutzen.
Ende der Presseerklärung.
Mehr dazu auch bei Konzertfaq und dem Konzert-Blog, auch das Hamburger Abendblatt verzichtet auf aktuelle Konzertphotos und bringt stattdessen die oben zitierte Presseerklärung.

16. Dezember, 2009 at 10:44
Das haben sie nun davon. Hochmut kommt vor dem Fall.
16. Dezember, 2009 at 10:53
Warum sind denne Rammstein so gallig of de foddografen? Die Musik finde ich ja geil.
Segge mel Psycho, was sagst Du denne zu der Fatwa die ich verkündet habe. Fühlst Du Dich jetzt irgendwie verpflichtet?
16. Dezember, 2009 at 13:08
Das ganze passt zum offensichtlich gewandelten “Geschäftsgebaren” von Rammstein. Ergänzend zum den hier Geschriebenen und Verlinkten bliebe mir noch anzumerken:
Während man noch vor 2, 3 Jahren Tickets für Rammsteinkonzerte problemlos am Markt erhalten konnte, änderte die Band das dieses Jahr. Ich wollte im Frühjahr/Sommer für das diesjährige Dezemberkonzert in Frankfurt Tickets für mich und ein paar Freunde erwerben und stellte erstaunt fest, dass man diese nur noch exklusiv über die Homepage der Band erhielt.
Da ich 6-7 Karten benötigte, schluckte ich erst mal kräftig. Der preis hatte sich gegenüber dem Konzert in der Wuhlheide vor ca. 3 Jahren fast verdoppelt, gescheite Tickets gabs erst so ab 80 Euro. Bis vor wenigen Jahren hatte ich noch unter 45 Euro bezahlt.
Neben vielen “Androhungen”, was die Anwälte Rammsteins zo treiben würden, wenn Tickets andernorts angeboten würden, stand da auch, dass jeder nur 2 Tickets erhalten würde. Persönliche Anmeldung / Registrierung auf der Website vorausgesetzt. Allerdings gab es bei der Bestellung keine Garantie auf den endgültigen Erhalt der georderten Tickets.
Aber – wenn man so etwas wie Premium Rammstein Member für knapp 20 Euro Jahresbeitrag werden würde, käme man beim Verteilen der Tickets auf eine Liste der “Bevorzugten”. Allerdings war da auch zu lesen, dass man als “Bevorzugter” keinen(!) Anspruch auf Zuteilung der vorab georderten Ticktes habe. AHA!
6*80 Euro plus 3*20 Euro verteuerte das einzelne Ticket nochmals um ca. 10 Euro in dem Wissen, dass man bei der Bestellung ggfs. keine erhält. Und wisst ihr was? Als langjähriger Anhänger von Rammstein, CD Käufer und mehrfacher Konzertbesucher schiss erstmals auf den Konzertbesuch. Und werde es weiterhin tun, wenn sich die Rahmenbedingungen rum um die Vermarktung der Band inklusive dem Umgang mit ihren Fans nicht wieder normalisiert. Da passt die Sache hier mit den Fotografen ganz gut ins Bild.
Da haben einige von rammstein und in deren Umfeld wohl zu heiss gebadet; wie so geschehen in der Wuhlheide bei “Mein Teil”, als sie fast den Keyboarder verbrannt hatten.
16. Dezember, 2009 at 13:39
Das hört sich an als ob Ramstein klare Ziele hat und auch Strategien die zu diesen Zielen führen. Und scheinbar wollen sie Arschlöcher ausschliessen, womit wir bei den meissten Foddografen wären. Wenn die an einem Tag Ramstein und am nächsten Tag das fehlende Höschen von Anna Nicole Smith foddografieren dann kann ich das verstehen.
Ausserdem scheinen sie jede Form der Tyrannei zu hassen, ausser der eigenen.
Das macht sie für mich zunehmend sympathischer.
Die haben den Keyborder verbrannt? Na ja, villeicht hatte er es verdient? Ich war nicht dabei.
Vielleicht sollte ich mich bei denen als Tourfoddograf bewerben. Die sollten wirklich mal ein Konzert in Kandahar machen.
16. Dezember, 2009 at 19:19
Das mit den Ticktes hat eine Freundin von mir auch erlebt und sie hat dann auch dankend von dem Konzertbesuch abgesehen.
Vielleicht bin ich als Anhänger der Die Ärzte ein wenig zu verwöhnt, aber bei Preisen, die für eine ausverkaufte Color Line Arena höher als 35EUR sind, bin ich per se skeptisch. Klar, bei internationalen Künstlern kann ich verstehen, dass die dann mal 50EUR verlangen. Aber alles darüber hinaus ist dann wirklich nur noch Gier.
Oha … jetzt höre ich mich schon wie so ein liberaler Kommunist an :D
Ne, aber mir ist halt schleierhaft, warum Rammstein so viel Geld auf diesem merkwürdigen Weg haben wollen …
Von diesem Fotografenquatsch mal ganz abgesehen.
16. Dezember, 2009 at 19:30
Ramstein ist gierig? So was, da sind sie wahrscheinlich die Einzigen in der Musikindustrie. Na ja, mal abgesehen von Michael Jackson, Mozart, Falco, die Bachs haben Posten geschachert. Dös war richig korrupt.
Dagegen sind Ramstein noch Waisenknaben.
Geldgierig? Na ja, das sind die Ärzte sicher nicht. Die lassen sich sogar das Auto klauen.
16. Dezember, 2009 at 22:36
Deshalb habe ich mich ja schon selbst so kritisiert.
Aber ich denke, es ist klar geworden, was ich meine, oder?!
Dass Musiker mit ihrer Musik und ihren Auftritten Geld verdienen, daran habe ich überhaupt nix auszusetzen. Ganz im Gegenteil. Nur manche übertreiben es halt. Statt Die Ärzte hätte ich auch die Toten Hosen nennen können, oder kleinere Indie-Bands. Die nehmen halt ein gewisses Eintrittsgeld, welches ich völlig ok finde. Aber bei Werten um die 80EUR für ein Konzert fällt mir einfach nix mehr zu ein. Das entbehrt jeglichem Respekt gegenüber den Fans. Aber mein Gott, so lange sie die Hallen mit den Preisen voll kriegen, sollen sie das ruhig weiter durchziehen. Modern Warfare 2 wurde auch bewusst 10EUR teurer verkauft, mit der Prämisse, es wird eh gekauft, also machen wir’s teurer. Und es funktionierte.
16. Dezember, 2009 at 23:44
Am Gelde hängt zum Gelde drängt doch alles, ach wir Armen.
17. Dezember, 2009 at 08:58
Haben Sie eigentlich auch schon von der Genitalastrologie gehört?
17. Dezember, 2009 at 09:12
Das Rammstein nicht will das Sie bei den Konzerten sind kann ich nachvollziehen. Dös würd ich auch nich anders machen.
17. Dezember, 2009 at 16:04
Leider sind Sie nicht in der Position, dies zu entscheiden.
Trotzdem denke ich, dass Frau Martha Olschewski für Sie recht interessant sein düfte.
17. Dezember, 2009 at 18:31
Wieso leider? Aus ihrer Perspektive würde ich das anders sehen. Aber danke für den Tipp, ich schau mal was ich mit dem Namen anfangen kann.
Es gibt keinen Grund sich zu entschuldigen. Ich kann es auch nicht leiden wenn man mir an die Brieftasche will, aber da ich selbst Geldgierig bin kann ich auch die andere Position verstehen. Aber Geldgierig allein ist Ramstein nicht, da steckt mehr dahinter.
18. Dezember, 2009 at 14:37
Ich habe langsam den Eindruck, als würden Sie meine Argumente, die Sie anfangs ironisiert haben, nun als Gegenargumente anwenden um meine wiederrum aushelbeln zu wollen.
Wo habe ich mich denn entschuldigt?
Und wieso reden Sie mal von “Ramstein” und mal von “Rammstein”?
An die Brieftasche will Ihnen niemand, Sie können ja selbst entscheiden, ob Sie diesem Konzertereignis beiwohnen wollen oder nicht.
Und welche Theorie hauen Sie noch heraus, dass Rammstein mehr möchte als nur Geld? Da bin ich ja mal gespannt …
18. Dezember, 2009 at 15:06
Mal sehen ob ich wieder mit anderen kommunizieren kann.
Das m ist ein schreibfehler, so was mach ich.
Ich geh nicht zu Konzerten, ich werde nicht eingeladen und allein gehe ich nicht.
Normal ist mir das also egal ob wer auch immer für ein Konzert 30 oder 500 Euro ausgibt. Und alles was drumherum ist, keine Ahnung, sowas sehe ich nur alles aus der Ferne.