Ganz lockeres Ding. In Ruhe ein paar Bier trinken, nette Leute treffen, früh nach Hause, dann eventuell noch einen Film gucken. Das war der Plan für den Sonnabend. Dazu paßte ja das Tweetup ganz gut. Sind ja immer so Treffen, die nach ein paar Stunden langweilig werden (komischerweise denke ich das immer, obwohl es noch nie so war), dann kann ich am nächsten Tag auch noch viel erledigen.
Also treffe ich halbpünktlich um 1915h im Aurel ein, wobei „im” genau der Fehler war, die kleine Runde sitzt nämlich davor. Die mit den Handys. Sie unterhalten sich natürlich nicht, sondern tippen ständig Dinge in ihr Telefon wie „bringen Sie mir ein Bier mit?” Jedenfalls in meiner Phantasie. In echt plappert die Meute genauso, wie das auch die anderen Grüppchen so tun, aber so ist das eben selbst bei uns Internetmenschen.
Alle Beteiligten wissen, wer dabei war, daher verzichte ich mal darauf, hier Namen zu nennen. Aber die neidischen Blicke der männlichen Passanten war uns Kerlen sicher. Zumal wir – gerade im Verlauf des Abends – deutlich in Unterzahl waren und entsprechend umsorgt wurden.
Ich beschriebe Ihnen nun gerne, was im Verlauf des Abends alles geschah, aber ich kann es nicht: Nach dem Aurel fehlt mir ein gutes Stück Erinnerung, aber immerhin weiß ich noch, wo der Abend endete: Beim Absingen der schlechtesten Lieder aus den vergangenen Jahrzehnten. In meinem Wohnzimmer. Vor der XBox.
Am nächsten Morgen finde ich vier angetrunkene Bier im Wohnzimmer, außerdem zwei Gläser mit White Russian. Immerhin hilft mir das, ungefähr zu rekonstruieren, wer wohl noch da war. Zumindest zum großen Teil. Leider bringe ich in der Erinnerung ein paar Gesichter nicht mehr mit den entsprechenden Namen zusammen. Machen wir uns nichts vor: Wir haben es übertrieben. Und zwar völlig. Ich bin heilfroh, daß ich ausschließlich Nachbarn mit Gehörproblemen um mich herum wohnen habe. Oder solche, die äußerst tolerant sind. Oder beides.

13. September, 2010 at 11:39
…und wieder nix erledigt.
13. September, 2010 at 20:58
Ahhh… solchen Abende sind aber meistens einfach die Besten :-)
13. September, 2010 at 21:26
„Leider bringe ich in der Erinnerung ein paar Gesichter nicht mehr mit den entsprechenden Namen zusammen.“
Viel wichtiger ist doch auch, dass Sie die herumliegenden Körperteile noch den richtigen Namen zuordnen können. Um zu wissen, wen Sie beruhigt entfollowen können.
14. September, 2010 at 09:33
So isses.
14. September, 2010 at 09:33
Ach, wissen Sie, meine langjährige Erfahrung im Zusammensetzen von Puzzlen hat mir da sehr geholfen.
Moment mal. Ich habe Puzzles noch nie gemocht. Hmm.
14. September, 2010 at 09:34
Wenn ich es Ihnen nur mit Bestimmtheit sagen könnte.
14. September, 2010 at 12:08
Das hört sich doch nach einem gelungenen Abend an.
Schade nur, dass man sich nicht mehr an alles erinnert. Denke ich mir immer so ;)
14. September, 2010 at 14:30
„immer”? Oha. Dann haben Sie wohl mehr Erfahrung damit als ich. Ich fand zumindest den Teil etwas erschreckend… ;)
14. September, 2010 at 22:32
Sagen Sie nur, das war Ihr erster und einziger Filmriß? Das glaube ich jetzt nicht so ganz ;).
Allerdings ist “immer” natürlich übertrieben. Ich mache das nicht jeden Abend so. Nur jeden zweiten ^^
15. September, 2010 at 11:23
Ach was… aber der letzte ist nun mittlerweile etwas länger her. So zu Abizeiten, wenn ich mich richtig erinnere. Habe seitdem nämlich konsequent den Pegel stetig erhöht und bin somit eigentlich immun. ;)
15. September, 2010 at 20:40
Singen ohne Alkohol geht als Laie ja auch mal gar nicht.
Im Fernsehen nennen sie’s Deutschland sucht den Superhorst.
15. September, 2010 at 23:09
Geniale Taktik. Versuche ich auch. Manchmal klappt es sogar schon ;)
17. September, 2010 at 17:44
Ich bin euer Gott. Huldigt mir, Gewürm!
18. September, 2010 at 00:09
Da Sie nicht mal die Grammatik beherrschen (es heißt: „Huldige mir, Gewürm!“, da es sich um einen Singular handelt), nehme ich Ihnen Ihre Berufsbezeichnung nicht ab, tut mir Leid.
19. September, 2010 at 01:50
Herr Psycho,
nur mal angenommen, Sie würden eine Wette belauschen die da lautet:
“Ich wette, dass der Psycho nicht mehr alle Latten am Zaun hat.”
Würden Sie dafür oder dagegen setzen?
20. September, 2010 at 14:45
Und in diesem Blog hieße es eh „Huldigen SIE mir, Gewürm!”. Und da wäre immerhin das Singular- / Pluralproblem gar nicht erst aufgetreten.
20. September, 2010 at 23:45
Völlig korrekt. Aber zumindest DAS müssten Sie Gott einfach zugestehen.
21. September, 2010 at 09:43
Muß ich eben nicht. In meiner Badewanne bin ich Kapitän. Und nein: Keine Barschel-Assoziationen erlaubt.
21. September, 2010 at 23:32
There are two kind of good parties – Those you never forget and those you never remember….