November 2010


Berater – da blaz er!

Berater – da blaz er!

Freitag. Es ist später Nachmittag. Zeit, das Büro zu verlassen und ins Wochenende zu verschwinden. Da ich noch Besuch bekomme, außerdem zum Schnitzelessen verabredet bin, halte ich 1600h für den spätestmöglichen Zeitpunkt, die Kollegen alleine zu lassen. Mit ihren aufgeschnittenen Kehlen, den herausgetrennten Nieren, den liebevoll auf unserem Büroweihnachtsbaum verteilten Därmen werden sie wohl kaum noch Unsinn anrichten können.

„Kommen Sie doch noch mal eben in mein Büro,” höre ich noch, kurz bevor ich die entscheidende Ecke hinter mich gebracht habe, es ist der Chef, der zwar nicht bemerkt hat, wie ich seine gesamte Belegschaft unter Absingen furchtbarer Weihnachtslieder rituell geschlachtet habe, der aber durchaus weiß, daß ich gerade im Begriff bin, meine Produktivität auf 0 zu senken. Um mich daran zu hindern ist ihm kein Mittel zu fies: Er knallt mir eine 150-seitige Ausarbeitung auf den Tisch und erkläutert mir in Ruhe, welche Probleme er da so sehe. Ich nicke verständnisvoll, so wie ich das ja ganz gut kann, wenn mein Hirn auf Durchzug gestellt ist, sage ab und an „ja”, dann wieder „das sehe ich anders, aber es ist natürlich Ihre Entscheidung”, also all die Vokabeln, die man als Berater so draufhaben muß, um ohne als Jasager zu gelten mit geringstmöglichen Aufwand durchs Berufsleben gehen zu können.

Ich sage daher auch gerne zu, den gesamten Text am Wochenende in Ruhe zu analysieren, wohlwissend, daß ich am Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit mein „OK” auf die erste Seite kritzeln werde, ohne auch nur eine Ahnung davon zu haben, was genau eigentlich für dieses Projekt getan werden sollte.

Im Hinausgehen kommen mir zwei weihnachtlich bekleidete Sekretärinnen entgegen, denen ich schnell und ohne große Begeisterung die Köpfe vom Hals trenne, damit sie nicht anfangen können, ihre bescheuerten Gedichte aufzusagen; schon bin ich am Fahrstuhl, im Auto, zuhause.

Ich öffne die Tür und plärre meinen Mitbewohner an: „Hände vom Sack!”

Dann erst sehe ich neben ihm die Dame, die sich fürs Wochenende angekündigt hat.

(Fortsetzung folgt)

verdächtig aussehende Geräte

verdächtig aussehende Geräte

„Jetzt überall Koffer stehenlassen! Das wird ein Spaß”, „Ich hab gerade eine auffällige Person gemeldet. Sie trug rote Kleidung, einen weißen Bart und einen Sack (voller Bomben?) auf dem Rücken”

Auf Twitter haben viele Menschen sehr viel Spaß mit der aktuellen Terrorwarnung. Natürlich, warum auch nicht? Es gibt viele Möglichkeiten, mit schwierigen Situationen umzugehen. Eine davon ist Zynismus. Ähnliches Verhalten konnten wir ja auch schon während der jüngsten Amokläufe erleben.

Ich befürchte aber, daß es im vorliegenden Fall doch etwas anders aussieht: Viele Menschen scheinen wirklich zu glauben, eine erhöhte Gefährdung existiere nicht, sondern werde uns von irgendwelchen korrupten Medien eingebläut, um ein ganz anderes Ziel zu erreichen. Auch das ist in Ordnung – jeder darf ja jeden Unsinn glauben, den er glauben möchte. Wenn aber nun Menschen direkt dazu aufrufen, sich einen Spaß mit leeren Koffern zu machen, dann kann ich nur warnen: In einer Lage, in der die Sicherheitskräfte äußerst sensibel reagieren, weil sie in der Tat informiert wurden, daß Anschläge auf unser Land bevorstehen, würde ich äußerst vorsichtig sein, denen auch noch blöd zu kommen.

Wir alle haben die Terrorphase der RAF zwar kaum miterlebt, aber zumindest ist sie noch halbwegs präsent. Ich selbst erinnere mich noch daran, wie uns das Herrhausen-Attentat schockierte. Aber auch das war ein Einzelfall. Und es ist ja so lange her. Die RAF war damals bereits keine echte Gefahr mehr. Sie war bereits in Auflösung begriffen. Wir hatten schon gewonnen.

Nur haben wir es heute mit einer nicht minder fanatischen Gruppe zu tun. Einer, die fest davon überzeugt ist, daß es dem allmächtigen Gott gefalle, wenn sie möglichst viele Menschen töten, sich selbst eingeschlossen. Es sind Menschen, die nicht nur am 11. September 2001 in New York gezeigt haben, wozu sie fähig sind. Sie haben es in Mumbay gezeigt. Sie haben es fast jede Woche im Irak gezeigt. Sie zeigen es in Afghanistan. Madrid bekam eine Kostprobe davon ab.

Wir? Wir wurden bisher verschont. Dafür gibt es viele Gründe. Einer davon dürfte sein, daß uns viele Islamisten es immer noch hoch anrechnen, daß unsere Großväter 6 Millionen der verhassten Juden ermordeten. Doch auch dieser „Bonus”, den man uns entgegebringt – ob wir ihn wollen oder nicht – ist aufgebraucht. Wir sind in den Augen dieser religiösen Fanatiker nunmal ein westliches Land: ungläubig, verdorben, frei (im Sinne von: nicht Gott unterworfen) – kurz: vernichtenswert. Diese Terroristen zögerten keine Sekunde, einen Menschen für das höhere Gut zu opfern; egal, ob er ihnen Verständnis entgegebringt oder nicht. Ärzte und Krankenschwestern in Afghanistan haben das am eigenen Leib erfahren müssen.

Doch bei uns? Der Terror ist ja weit weg. Ob nun New York, Madrid, Mumbay oder Afghanistan: Das betrifft uns alles nicht. Wir müssen nur aufhören, uns in deren Angelegenheiten einzumischen, dann wird uns schon nichts passieren. Wir müssen nur die Schuld bei uns suchen, dann können wir nicht getroffen werden.
Denn sobald wir zugeben müssen, daß der Fehler eventuell gar nicht bei uns liegt, müssen wir erkennen: Wir haben die Lage nicht in der Hand. Es liegt nicht an uns. Wir können nicht agieren, wir können nur reagieren. Solange wir uns weigern, die Sache Allahs als die einzig richtige anzusehen, werden uns die Islamisten hassen. Nicht, weil wir etwas gegen sie tun. Nicht, weil wir uns in deren Angelegenheiten einmischen. Sondern weil sie der absoluten und festen Überzeugung sind, daß es gut ist, was sie tun. Daß es selbst für uns besser wäre, wir würden ermordet, als daß wir in unserer Freiheit weiterleben.

Die Anschläge werden vielleicht verhindert. Vielleicht nicht. Wenn ein solcher Anschlag tatsächlich stattfinden sollte, werden Menschen dabei sterben. Kinder werden ohne Mütter aufwachsen. Oder Väter ohne Kinder weiterleben müssen. Jemand wird die Liebe seines Lebens für immer verlieren – oder vielleicht nur sein Bein.

Es wird nicht lustig. Es wird nicht schön. Wir werden es nicht ignorieren können. Und wenn dann herauskommt, daß genau dieser eine herrenlose Koffer nicht ernst genommen wurde, weil vorher zu viele Scherzbolde Koffer in Bahnhöfen deponierten, dann werden einige Menschen vielleicht mehr zu Mittätern geworden sein, als sie es sich hätten träumen lassen.

Undeutsche Umtriebe?

Undeutsche Umtriebe?

Wissen Sie, es gibt bestimmt tausende von sehr einleuchtenden und völlig vernünftigen Erklärungen dafür. Nazis. Kinderpornos. Steuerfluchtstips. Aber beim Betrachten dieser Erklärung, die mir detailliert verschweigt, was genau nun an meiner völlig normalen Suchanfrage „postal kindergarten flamethrower” so zensierungswürdig gewesen sein könnte, da habe ich das Gefühl, in China zu leben. Gut, das liegt sicher auch daran, daß ich nun eine lange Zeit ausschließlich asiatische Frauen, aber das ist ein völlig anderes Thema und soll hier nicht weiter, äh, vertieft werden.

Und so toll diese ganzen Begründungen auch sind, warum mir hier Inhalte vorenthalten werden, die in anderen Ländern offenbar als nicht so schlimm angesehen werden, so wenig relevant sind Erklärungen aller Art. Zensur ist nunmal binär. Das hatte das Grudngesetz auch einmal so vorgesehen. „Eine Zensur findet nicht statt” stand da. Nicht: „Eine Zensur findet nicht statt, solange der Inhalt unbedenklich ist”. Denn dann hätte es auch heißen können: „Wir zensieren, wie’s uns paßt”.

Auch die Diktatur in China erklärt den Bürgern und dem Rest der Welt gerne, daß alles, was sie tun, ja nur zum Schutz der Bevölkerung getan werde. Auch in der DDR hat sich niemand hingestellt und gesagt: „Ich überwache Menschen, weil ich ein sadistisches Schwein bin”. Die Gründe, die vorgeschoben werden, sind immer edle.

Und manchmal glauben sogar die Zensoren daran.

UPDATE: Ganz unten auf der ersten Ergebnisseite sieht man den Hinweis:

Krasser Effekt!

Krasser Effekt!

Bei Star Trek Kult, hier blöd: Pappmasché

Bei Star Trek Kult, hier blöd: Pappmasché

Ein halbnackter Mann steht auf der Bühne und meine Begleitung wundert sich darüber, daß er nicht ganz nackt ist. Ich bin darüber sehr froh, schließlich reicht mir der Anblick von Haut und Knochen bereits jetzt schon. Die Frau an seiner Seite ist ebenfalls halbnackt, wogegen ich prinzipiell natürlich auch nichts habe, allerdings sollte doch ein Regisseur, wenn er schon soviel Fleisch zeigt, ein wenig mehr Sorgfalt bei der Auswahl seiner Schauspieler walten lassen: Sie hat überhaupt keine Brüste.

Neues Theater. Experimentelles Theater. Modernes Theater. Stücke werden nicht mehr gespielt, sie werden interpretiert. Das Bühnenbild sollte dabei möglichst wenig Hinweise auf die realte Welt geben. Die Dialoge eines Buches werden nur noch zitiert, vermengt mit anderen Stücken, mit selbst geschriebenem – gerade so, als sei der Intendant des Theaters schlauer als Mann, Shakespeare und Schiller zusammen.

Auf der anderes Seite wird gejammert. Das ist natürlich überhaupt nicht erstaunlich, denn Jammern läuft hierzulande immer. Das ziemt sich in jeder Position, vom Hartz-IVler bis hin zum Manager, der „um seine Abfindung betrogen wurde”. Also auch im Theater. Das Theater sei wichtig. Es sei Kultur. Es könne nicht angehen, daß das Theater verschwinde. Daher benötige es Subventionen.

In Hamburg gibt es das Gejammer darüber, wenn Geld für Theater gestrichen wird. In Leipzig gab es das auch.

Aber warum benötigt das Theater eigentlich so eine Förderung? Und seit wann? Sind die Menschen so theatermüde geworden, so geistig unbeweglich, daß sie sich nur noch für knallbunte Comicverfilmungen in 3D interessieren?

Oder ist es vielleicht doch so, daß es eine ganze Menge Theaterbegeisteterter gibt, die aber keine Lust haben, sich die Selbstbeweihräucherung moderner Intendanten anzusehen? Menschen, die großes Interesse an klassischen wie zeitgenössischen Werken haben, die aber mit dem überbordenden Ego der alles besser zu können glaubenden Regisseure der heutigen Theaterlandschaft nichts anfangen können?

Wie wäre es mal damit: Der Autor schreibt. Der Regisseur inszeniert. Und nicht: Der Regisseur schmeißt alles um, weil er den Autor eh für eine überbezahlte Flasche hält. Der Regisseur überlegt sich nicht zuerst, wie er sein Publikum möglichst effektiv beschimpfen kann. Sondern er begreift sich als das, was er ist: als Dienstleister. Als jemand, dessen Job es nicht ist, direkt Waren und Güter zu produzieren. Sondern jemand, der dafür sorgt, daß diejenigen, die diese Arbeit leisten, intellektuelle Unterhaltung geboten bekommen – wenn sie dies wünschen.

Das Theater wäre überhaupt nicht vom Sterben bedroht, wenn es sich denn auf seine Aufgabe besänne. Ab und an moderne, experimentelle Inszenierungen. Selbstverständlich muß dafür auch Platz sein. Aber wo sind denn die klassischen Stücke? Mit klassischem Bühnenbild? Sind die ganzen alten Stücke so schlecht, daß wir Wunderkinder der heutigen Zeit uns das Recht nehmen dürfen, sie umzuschreiben? Oder sollten wir nicht die Stücke für sich sprechen lassen? Ohne modernisierte und dem Zeitgeist angepaßte Botschaft? Ohne nackte, brüllende Menschen? Woher rührt dieser Glaube, daß eine klassische, schöne und auch unterhaltsame Inszenierung geistlos und dumm wäre? Sind die Zuschauer nicht in der Lage, eigenständig zu denken? Sollten sie nicht gerade genau das tun?

Wer weiß? Vielleicht kämen ja auf einmal wieder mehr Menschen ins Theater? Vielleicht könnte man sich das ständige Gebrülle und Gezänke um den Etat sparen, wenn so ein Laden mal wieder Gewinn erwirtschaftet? Wenn die Menschen in der Nachbarschaft gerne bereit sind, für die Leistung, die ein Theater zur Verfügung stellt, Geld zu bezahlen? Wenn die Welt des Theaters nicht mehr nur ein kleiner, abgeschotteter Kreis von Künstlern wäre, sondern die ganz normalen Menschen wieder dort wären? Eintrittskarten kauften, Getränke und Speisen konsumierten?

Wenn die Welt der Intellektuellen nicht mehr darauf angewiesen wäre, allen Menschen zwangsweise etwas Geld aus der Tasche zu ziehen, damit man sich überlegen kann, wie man nun wieder das Publikum beschimpfen kann?

„Haben wir noch Farbe übrig?”

„Haben wir noch Farbe übrig?”

Wenn Werber „irgendwas mit Internet” machen, dann geht das meistens schief. Genauso, wenn sie überhaupt nur irgendwas machen, anstatt sich selbst auf die Schulter zu klopfen und Drogen zu konsumieren. Aber besonders schlimm ist es immer dann, wenn „virales Marketing” geplant (!) wird. Und wenn die kreativen Damen und Herren dann auch noch auf die Idee kommen, diese Blog-Dinger in die Kampagne mit einzubeziehen.

So fand in den letzten Tagen also ein Ansturm auf unser aller Lieblingsblog statt. Eine Kommentarspamaktion sondergleichen. Normale Menschen gaben sich dafür her, auf wildfremden Tagebuchseiten unsinnige Kommentare zu verfassen, nur um eventuell einen Mantel als Aufwandsentschädigung zu erhalten, der nur mit sehr viel gutem Willen in die Kategorie „höherwertig” einzustufen ist. Natürlich ist Design ja immer Geschmackssache. Und so gestehe ich zu, daß die spanische Firma, die zu dieser dreisten Spam-Aktion aufrief, zumindest originelle Ideen bezüglich Farben und Mustern hat. In etwa wie Ed Hardy. Oder jemand, der auf einen billigen Stoffetzen kotzt.

„Klar gehen Karos, Linien und Kreise – hauptsache, die Farben beissen sich”

„Klar gehen Karos, Linien und Kreise – hauptsache, die Farben beissen sich”

Der Firma mache ich auch keinen Vorwurf. Wenn es funktioniert: bitte. Dann mobilisiert man halt ein paar arme Menschen, die sich über einen Billigmantel freuen. Aber Leute: Wenn Sie in einem Blog als Kommentarspammer erscheinen – wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie dieses Pseudonym auf anderen Blogs auch für ernstgemeinte Kommentare nicht mehr benutzen können.

Oder Sie demnächst mit einer Axt im Kopf aufwachen.

„Und wenn Sie unsere Mäntel scheiße finden, gucken Sie sich erstmal die Pullis an!”

„Und wenn Sie unsere Mäntel scheiße finden, gucken Sie sich erstmal die Pullis an!”

Es ist übrigens richtig klein

Es ist übrigens richtig klein

Nun steht also dieses kleine, schwarze Kästchen im Wohnzimmer. Natürlich ist es genau ein Gerät zu viel für meinen Denon-Receiver. Dieser besitzt nur 3 HDMI-Eingänge. Aber gut. Ich klemme übergangsweise die PS3 ab, stöpsele das Apple-TV ein, schalte den Projektor ein und bereite mich auf die Installation vor.

Nach zwei Minuten habe ich alles konfiguriert, was zu konfigurieren ist. Apple-typisch: Die Menüs sind übersichtlich und schick, ich finde mich ohne Anleitung sofort zurecht und die einzelnen Funktionen werden sofort und ohne Zeitverzögerung ausgeführt. Neben dem Apple-TV stehe ein Media-Receiver, den mir die Telekom übersandte, damit ich mein Fernsehprogramm über das Internet beziehen kann. Der Unterschied ist auf den ersten Blick ersichtlich:

Auf der einen Seite eine Firma, die vor allem darauf achtet, daß der Benutzer sich möglichst schnell und einfach zurechtfindet. Daß er Spaß an der Bedienung hat. Und auf der anderen Seite ein Großkonzern, dem CI-Richtlinien wichtiger sind als das Wohl des Kunden (Magentafarbene Menüs!) Hinzukommt, daß der MediaReceiver der Telekom stets erst nach einer halben Sekunde Bedenkzeit auf jeglichen Tastendruck reagiert – es macht nicht unbedingt Spaß, gerade wenn ich mich durch ellenlange Listen arbeiten muß.

Parallel dazu lade ich mir die Anwendung „Remote” für das iPhone herunter. Meine Hoffnung: Apple-TV auch steuern zu können, ohne den Projektor einschalten zu müssen. Leider wird sich diese Hoffnung enttäuschen: Ich kann über Remote nur die Fernbedienung ersetzen, benötige aber leider dennoch einen Fernseher oder Beamer, um zu sehen, an welcher Stelle des Menüs ich mich im Apple-TV befinde. Das ist sehr ärgerlich, zumal der Bildschirm des iPhones groß genug ist, um eben auch Wiedergabelisten von Musikstücken und Interpreten anzuzeigen. Immerhin ist das Ding ja auch ein iPod.

Zweites großes Manko: Von meinem iPhone kann ich keine Musik an Apple-TV übertragen. Wieso nicht? Die beiden Geräte erkennen sich, haben Zugang zum gleichen WLAN, ja das iPhone steuert ja auch das Apple-TV. Dennoch benötige ich einen richtigen Rechner. Mit iTunes.

In meiner simplem Vorstellung hätte ich Apple-TV benutzt, um die Verbindung zum Receiver hinzubekommen. Klar: Filmangebot und so: Alles nett. Aber mein Hauptanwendungsfall war die drahtlose Verteilung von Musik. Und zwar vom iPhone an meine Anlage. Für diesen Einsatzzweck ist Apple-TV ungeeignet.

Aber für jemanden, der einen Standrechner stets laufen hat, der Videos ausleihen möchte, der sich einen tollen Diaabend von seinem letzten Familienausflug in den Heidepark Soltau (kotz) machen möchte: großartiges Gerät. Schick, schnell, einfach und gut zu bedienen, nicht besonders teuer.

UPDATE:
Dank des ersten Kommentars hier habe ich auch mittlerweile bemerkt, daß ich in der Tat mit der Remote-App die angeschlossene(n) Mediathek(en) direkt übers iPhone ansteuern kann, also ohne erst den Beamer einzuschalten.

Aber boah – sehen die heruntergerechneten Videos auf der großen Leinwand scheiße aus. Natürlich mußte ich diesen Unsinn auch sofort ausprobieren.

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