Was mach ich wohl zu Silvester?

Was mach ich wohl zu Silvester?

„It was a very good year” tönte aus den Boxen, als das Jahr 2010 bei uns begann. Eine große Silvesterfeier war mal wieder im Gange, mit all den Leuten, mit denen ich auch das Jahr zu verbringen gedachte. Und der erste Januar begann dann entsprechend mit einem mittelmäßig katastrophalen Kater. Und den Diskussionen, die mich die nächsten drei Monate noch begleiten sollten, bis das Kapitel mit der Exkollegin abgeschlossen war.

Aber ich will nicht meckern, das Jahr begann grandios. Die Alster war zugeeist, so daß ich das erste Mal seit meiner Kindheit wieder auf ihr herumspazieren konnte. Mein Lieblingsschneider übertraf sich selbst bei den Werken, die ich in Auftrag gab. Ich lernte die Stadt Münster kennen, von der ich so gar nichts wußte. Und das war durchaus schade, handelt es sich doch um ein wunderbares Städtchen, um dort einzukaufen, herumzuspazieren und aus Hamburg mitgebrachte Leichen zu entsorgen.

Die Trennung von der Freundin brachte mich wieder dazu, mehr Sport zu betreiben. Keine schlechte Entwicklung, wenn ich mich mit dem GP von früher vergleiche.

Der durchwachsene Sommer sah mich größtenteils auf meiner Lieblingsinsel, zusammen mit den richtigen Leuten. Dem richtigen Bier. Und der richtigen Mischung aus Fisch und Fleisch.

Und bei der Arbeit stellte ich mit Erstaunen fest, daß ich einen Laden gefunden hatte, in dem ich es endlich einmal länger aushalten könnte.

Ich habe im Jahr 2010 großartige Mitbewohner gehabt: eine Düsseldorferin, eine Polin und zu guter letzt: den Einheitskanzler.

„It was a very good year” singt Frank Sinatra, während ich diese Zeilen in den Rechner tippe, sorry, Leute, es gab echt nicht viel zu meckern.

Und die ganzen Menschen, die ich über Twitter kennenlernte – und später in echt auch: Sie wissen ja, wie großartig Sie sind.

Daher habe ich für das kommende Jahr nur einen Vorsatz: Genauso weitermachen! Und vielleicht die coole Irre häufiger sehen. Ja. Das wäre noch ganz gut.