Nach dem deutschen Reinheitsgebot wird hier gebraut, und die Biere tragen alle den ursprünglichen deutschen Namen: Hefeweizen (hay-fee-why-tsen) wird hier gebraut, Märzen, Pilsener, Schwarzbier, Export und ab und an entsteht hier auch ein Alt oder Kölsch.
Die Gordon-Biersch-Brauerei liegt an der Ostküste San Franciscos, direkt neben dem Google-Gebäude (sollte Umsatz garantieren). Blick aufs Wasser. Wäre sicher schön gewesen, wenn es nicht geregnet hätte und der Nebel die Sicht auf vielleicht 100 Meter beschränkt hätte. Aber wir waren ja nicht wegen der Bay Bridge oder dem Ozean da, sondern wegen des Bieres.
So stehen vor uns auf einmal 6 kleine Shotgläser auf einer Papierunterlage, die das jeweilige Getränk kurz beschreibt – zusammen mit der lautmalerischen Benamsung für Englischsprachige.
Wissen Sie, ich bin ja durch den Blindtest vorsichtig geworden. Es kann also durchaus sein, daß das Ambiente, die Farbe, die Tatsache, daß ich im Urlaub war, die Gesellschaft, was weiß ich dazu beigetragen haben, den Geschmack zu beeinflussen. Aber ich war äußerst angetan, zumindest von den Sorten Pilsener, Export und Schwarzbier. Hay-fee-why-tsen mochte ich noch nie und das Märzen ist mir zu malzig.
Jedenfalls war ich überrascht davon, sehr typisch deutsche Biere in San Francisco gefunden zu haben.
(Bilder folgen)
19. März, 2011 at 20:44
Als ich in Boston war, war der Renner in den Bars das Orginal German “Sticke” Bier… Hatte ich noch nie gehört. Nach Netzrecherche soll es das wohl tatsächlich geben. Reisen bildet..
20. März, 2011 at 20:46
Probier mal ein Bier von “Dogfish Head”. Hat absolut nichts mit deutschen Bieren oder Reinheitsgebot zu tun. Muss ja auch nicht.
Sehr lecker ist das “90 Min IPA”. Zum schnellen anheben des Alkoholpeges nimm das “120 Min IPA” das Zeug hat 20% VOL. Cheers.
Taheton
24. März, 2011 at 01:10
Amis und Bier … Da läuft es mir kalt den Rücken herunter! Aber gut, ich trinke ja auch noch Astra … Aber ich war ja auch nicht beim Biertest dabei … Und in Amerika war ich auch noch nie … Irgendwie versuche ich nur Worte mehr oder weniger Sinnvoll aneinander zu reihen, damit ich weitere Punkte setzen kann … ‘tschuldigung.
26. April, 2011 at 11:05
Lieber Nils, was Sie eigentlich sagen wollen: „Ich habe zwar keine Ahnung von Bier, war auch noch nie in den USA, habe aber ein diffuses Überlegenheitsgefühl gegenüber der „neuen Welt” und hoffe nun, daß ich damit durchkomme”. Und wissen Sie was: Es klappt. ;)
29. April, 2011 at 07:42
Ich war auch überrascht wie nah das Bier von Gordon Biersch an unser Deutsches Bier kommt. Ich würde wetten das Otto Normal Verkoster auch kaum einen Unterschied merken würde.
Nach einem Bierseligen Abend in L.A. hab ich dann auch mal mit einem Betreiber gesprochen und der eröffnete dann, dass der Gründer und Braumeister des Ladens wohl in Bayern gelernt hätte. Das erklärt dann einiges.
4. Mai, 2011 at 14:49
Es IST ja auch im Prinzip deutsches Bier. Also nach unserem Reinheitsgebot gebraut. Wieso sollte das auch nicht in Amerika produziert werden können? Sonst sind wir ja ganz schnell bei der Sarrazin’schen Gendiskussion ;)
6. Mai, 2011 at 17:30
Ich war eigentlich auch eher überrascht, dass ein Amerikaner sich die Mühe macht, das alles zu lernen und dann in seiner Heimat fortführt. Klar, warum sollte er das nicht, aber die übliche Meinung über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sieht in Europäischen Köpfen ja anders aus… ;)
15. Mai, 2011 at 11:02
Bei meinen Besuchen in den Staaten, vornehmlich Campbell (andere Seite der East Bay), geniesse ich immer wieder gern ein Kolsch (hoffentlich liest das hier niemand der mich kennt) von der Rock Bottom Brewery.
Aber im Grunde gilt doch: je frischer das Bier, desto besser schmeckt es.
Aber das ist, wie sovieles, nur meine Meinung.
Und die ist ohne Gewär.