In Griechenland gehen die Menschen auf die Straße und demonstrieren. Gegen die Regierung, gegen die EU, gegen alles Mögliche. Aber warum eigentlich? Wieso protestieren die Menschen mit großer Empörung gegen eine Regierung, die sie jahrzehntelang selbst wählten? Die den Wählern stets das versprochen hat, was sie haben wollten? Wieso empört sich der Bürger darüber, daß das Land pleite ist, wenn er noch nie zuvor daran gedacht hat, daß das reine Verteilen von Geld irgendwann einmal in eine Krise führen könnte?
Jedem Menschen ist für seinen eigenen Haushalt klar: Ich muß das Geld, das ich ausgebe, auch verdienen. Ich muß es nicht unbedingt bereits verdient haben, manche Anschaffungen lassen sich durchaus mit der Spekulation darauf finanzieren, daß es in Zukunft etwas besser geht. Aber da wird jeder Privatmann schon vorsichtig. Schulden machen ist in begrenztem Rahmen in Ordnung, aber wir alle bekommen schon ein ungutes Gefühl, wenn die Schulden einen bestimmten Prozentsatz unseres Einkommens überschreitet.
Was also treibt die Menschen dazu, in der Politik fest daran zu glauben, daß man das Geld nur mit beiden Händen zum Fenster rausschmeißen müsse, damit es allen irgendwie gut geht? Wieso werden aus Menschen, die intelligent sind, bei politischen Entscheidungen auf einmal Kinder, die ihre Welt mit möglichst einfachen Erklärungen und klaren Feindbildern sehen wollen? Menschen, die in ihrem Jobs jeden Tag schwierige Entscheidungen fällen müssen, antworten bei der simplen Frage, ob man beispielsweise das Budget für Sozialleistungen oder doch eher Bildung kürzen solle mit: „Keins von beiden! Man muß beides erhöhen!” Von einem Kind erwarte ich solche Antworten. „Welcher Deiner Freunde soll am Geburtstag neben dir sitzen?” – „Alle.” Von erwachsenen Menschen sollte ich doch erwarten dürfen, daß sie wissen, was priorisieren bedeutet. Und wenn dann gefragt wird, wer das bezahlen soll? „Die Reichen.”
Die Reichen sind übrigens IMMER die anderen. Oder würde es Ihnen einfallen, sich als reich zu bezeichnen? Obwohl jeder, der das hier liest, im Schnitt der Weltbevölkerung zu den Superreichen zählt? Und die meisten Leser dieses Blogs vermutlich auch noch innerhalb Deutschlands zu den obersten 15% dieses äußerst reichen Landes gehören (beginnt bei 40.000 Euro im Jahr. BRUTTO!)
Wenn man grundsätzlich immer nur die anderen Menschen in der Pflicht sieht, etwas zu tun, weil es ja immer nur die anderen sind, die das Geld haben, niemals man selbst, dann ist es natürlich auch kein Wunder, daß die einzige Forderung, die in Krisenzeiten aufkommt, die nach einer „Reichensteuer” ist. Schuld sind immer a) die Ausländer, b) die Banken oder c) die Reichen, aber niemals man selbst. Weder die verschuldeten Häuslebauer in den USA noch die Griechen, die sich daran gewöhnt hatten, daß nur der Staat es war, der Gehälter auszahlt.
In Griechenland scheinen nun Verschwörungstheorien nach Muster a) beliebt zu werden. Die Deutschen sind schuld. Und zwar derart, daß auch die zukünftigen und noch zu entscheidenden Rettungspakete bereits jetzt abgelehnt werden, weil die Deutschen sowieso nur Griechenland das Blut aussaugen wollen. Es ist also nicht nur egal, wie wir uns verhalten HABEN, sondern auch, wie wir uns verhalten WERDEN.
Aber so sind eben die einfachen Erklärungen, wenn es wichtiger ist, jemanden zu finden, der schuldig ist, als eine Lösung für ein sehr großes und schwieriges Problem.

20. Juni, 2011 at 14:20
bis vor kurzem hatte ich sogar noch Lust, in Griechenland Urlaub zu machen – a) weil es schön dort ist b) weil es vielleicht ein ganz klein wenig geholfen hätte.
Seit Beginn der Streiks und Demonstrationen aber ist das vorbei – ich habe storniert. Und zwar genau mit der Begründung.
Jeder, der ordentlich Feiern geht weiß, dass er am nächsten Morgen einen Kater haben wird. Jetzt ist “nächster Morgen” liebe Griechen.
20. Juni, 2011 at 14:33
Ein wunderbarer Text. Ich mache mir schon seit längerem Gedanken darüber, was nun genau das Problem ist. Aber Sie haben es auf den Punkt gebracht. Vielen Dank dafür!
20. Juni, 2011 at 14:42
Elbkind – ich sehe das auch so. Ich glaube auch, daß wir in Deutschland, wenn auch nicht im gleichen Maße, ein ähnliches Problem auf uns zukommen lassen. Denn auch wir leben letztlich ständig über unsere Verhältnisse – und echtes Sparen bekommt keine Regierung mehr hin. Der größte Erfolg ist es, wenn die MEHRaufnahme NEUER Kredite etwas geringer ausfällt als im Vorjahr… obwohl wir zugegebenermaßen aus den Krisen ziemlich gut rausgekommen sind.
Mokkaauge: Nun, ich bin unsicher – denn ich sag ja nur, daß das Problem kompliziert ist. Auf den Punkt bringen kann ich es nicht, dazu müßte ich auch viel mehr vom Kreditwesen etc. verstehen.
20. Juni, 2011 at 14:59
Oh, ich wollte Sie gewiss nicht verunsichern. Ich meinte damit auch nicht, dass Sie das Thema im allgemeinen in einem so kurzen Artikel auf den Punkt gebracht haben. Es war eher so gemeint, dass das eigentliche Problem die Schuldzuweisungen sind. Immer die anderen, nie man selbst. Ist es vielleicht so verständlicher?
20. Juni, 2011 at 15:01
Ja, jetzt versteh ichs. Ich glaube in der Tat, daß das eines der Hauptprobleme ist. Einerseits die Schuldzuweisungen und andererseits die Forderung, daß zur Lösung des Problems stets andere zu sorgen haben. Geht ja Hand in Hand.
20. Juni, 2011 at 15:16
Traurig, aber leider wahr. Und wie Sie schon oben beschrieben haben – Deutschland wird es, wenn auch nicht in dem Maße, ebenfalls irgendwann einholen..
20. Juni, 2011 at 18:17
Schade, dass Sie auch dem Populismus der Bildzeitung folgen und alle Griechen pauschal als Verschwender mit überhöhten Gehältern darstellen. Selbst wenn der Staat alle Zahlungen unter dem Posten Personal einstellen würde, betrüge das Defizit quartalsweise noch -8 Mrd. Sie dürfen aber gerne Lösungsvorschläge für das Desaster anbieten.
Für die Korruption sowie mangelhafte “Wirtschaftspolitik” ist natürlich die jeweils gewählte Regierung verantwortlich. Der zweite Teil ihres Artikels geht also in Ordnung.
Die Frage ist aber – gerade auch in Deutschland – ob der Wähler überhaupt echte Alternativen hat, bzw. ob bei der Wahlbeteiligung die gewählte Regierung überhaupt legitimer Volksvertreter ist.
20. Juni, 2011 at 18:26
Wie Sie ja wissen, Dramatick, müssen Sie hier Ihre Angriffe auch untermauern. “Bild” oder “Stammtisch” brüllen, ohne das zu belegen, reicht einfach nicht. Wo genau habe ich alle Griechen als Verschwender bezeichnet?
Dass INSGESAMT wohl über die Verhältnisse gelebt wurde, dürfte aufgrund des Defizits klar sein.
21. Juni, 2011 at 08:55
Ich sehe das ähnlich und nach Griechenland fahre ich erst mal auch nicht.
21. Juni, 2011 at 09:50
Spannend wird es dann für mich, wenn es denn mal mit Spanien soweit käme. Immerhin bin ich ja ein begeisterter Spanientourist.
21. Juni, 2011 at 14:10
Ich sehe Ihre Argumentationskette und Sie haben es auch sehr schön auf den Punkt gebracht. Ich denke aber auch, dass Menschen immer eine Sehnsucht nach einfachen Antworten haben. Und nicht erst, seit “heutzutage alles so kompliziert geworden ist”. Dieses Bedürfnis befriedigen, meiner Meinung nach, in immer unverantwortlicher Weise, Leute, die es besser wissen müssten, Regierende und die Presse. In Griechenland, aber hier auch. Wissen wir denn wirklich, was “der Grieche” für eine demokratische Wahl in der Vergangenheit hatte? Wir haben auch jahrelang Leute gewählt, die als Programm “die Rente ist sicher” gestammelt haben.
Ich kenne die griechische Bildzeitung nicht, aber vielleicht ist es besser, das wir schuld sind. Und nicht z.B. die Türken. Sonst würde da deswegen noch jemand einen Krieg anfangen …
21. Juni, 2011 at 14:11
Wieso fahren/fliegen Sie nach Spanien? Ich dachte immer, Sie mache Urlaub auf Malle.
21. Juni, 2011 at 14:12
Sicherlich; Sie schreiben natürlich nicht so plakativ, aber wenn ausgehend vom Individuum auf den Gesamtstaat geschlossen wird; der Bürger seine eigene Verschwendungssucht verkennend doch selbiges auch beim Staat sehen sollte, dann lese ich das so zwischen den Zeilen.
Protestiert wird natürlich gegen das Sparpaket (welches GR in die Depression spart und am Grundproblem nichts ändern wird) sowie gegen die Regierungskorruption. Hier kann man dann zwar sagen: Okay, ihr habt das Schmiergeldsystem jahrelang unterstützt. Die Frage ist aber wie schon angedeutet: Welche Alternative hat der einzelne Bürger?
So auch hier in D. Für das, was beschlossen wird, hätten wir auch spanisch/griechische Proteste verdient.
Was ein Tourismusboykott bringen soll erschließt sich mir übrigens überhaupt nicht.
21. Juni, 2011 at 14:21
Nun, Sie scheinen einen anderen Artikel gelesen zu haben als ich, werter Dramatick, denn nirgends in meinem Artikel habe ich vom Individuum auf die Allgemeinheit geschlossen. Wenn ich schreibe, daß jeder Privatmann das Problem von Schulden versteht, dies in der Politik aber nicht der Fall ist, dann sage ich EXAKT DAS GEGENTEIL von dem, was Sie mir in den Mund zu legen beabsichtigen. Das könnense drehen, wie Sie wollen.
Genauso wie der Versuch, mir den Tourismusboykott in den Mund legen zu wollen. Da steht NICHTS in dem Artikel drin. Also hören Sie BITTE auf, meine Aussagen ins Gegenteil zu verkehren, um sich anschließend darüber empören zu können, ok?
Andreas: Regierende haben ein natürliches Interesse daran, die Aufklärung zu behindern – dafür haben wir ja die freie Presse. Und in meinen Augen leistet die auch sehr gute Arbeit. Das Beispiel mit „die Rente ist sicher” ist übrigens perfekt – daran muß ich auch immer wieder denken.
21. Juni, 2011 at 16:16
Eigentlich wollte ich schreiben, sie lässt aber sehr nach in letzter Zeit, die Presse, die freie. Dieses Themenaufmerksamkeitsdefizit nach exakt drei Monaten, dieses immer eine neue Sau durchs Dorf treiben, … Aber wahrscheinlich haben Sie recht. Das ist zumindest bei uns Jammern auf hohem Niveau.
Zumindest darf hier absolut jeder seine Meinung auch zum Thema Griechenlandkrise in der Presse kundtun. Hilft zwar nix, aber mei’… ;)
21. Juni, 2011 at 16:22
Es ist das Wichtigste überhaupt! Wenn jeder seine Meinung frei vertreten darf, kann es den großen Gruppenzwang nicht geben. Beispiel DDR: Wenn Sie glauben, daß alle Menschen um sie herum eine von Ihrer Meinung abweichende haben, dann ändern Sie unwillkürich Ihre Ansicht. Dagegen kann man wenig tun.
Wenn Sie aber feststellen, daß die eine Zeitung das so schreibt, die andere aber anders, dann können beide manipulativ schreiben, wie sie wollen – Sie sind automatisch freier im Denken.
Von daher glaube ich schon, daß das sehr hilft.
21. Juni, 2011 at 20:16
Grundsätzlich sind Ihre Überlegungen plausibel. Manche Menschen (oder gar Bevölkerungsgruppen) sind dennoch durchaus eher Spielball als Akteure einer Entwicklung – und insofern weniger „schuld“ an einer Misere als andere.
Nehmen wir die Steuergesetzgebung, die in allen westlichen Ländern ähnlich ist: Bezieher hoher Einkommen haben dank ihrer viel eher die Chance, einer angemessenen Steuerzahlung zu entgehen als Geringverdienende; die mannigfaltigen Möglichkeiten möchte ich hier nicht näher ausführen.
Wenn in Griechenland z. B. Steuergerichtigkeit herrschte – die „Reichen“ also prozentual ebenso viel Steuern abführen würden wie die „Armen“ –, ginge es dem Land erheblich besser. Doch auch in der Krise gibt es für sie erheblich mehr Möglichkeiten, ihren Pflichten zu entgehen als jenen, die eh schon am Rande des Existenzminimums herumkrebsen. So ist es auch in Deutschland, und das liegt natürlich hier wie da am unterschiedlichen Einfluss der Einkommensschichten auf die politische Sphäre.
Man kann also durchaus die „Schuld“frage differenziert diskutieren, ohne in den Verdacht zu geraten, den Sie nahelegen: nämlich immer die anderen verantwortlich zu machen für die eigene Misere.
21. Juni, 2011 at 20:18
Ich meine übrigens „Steuergerechtigkeit“.
22. Juni, 2011 at 10:08
Matt, es gibt ja keine Reichen, wie Sie dem verlinkten Artikel entnehmen können. Nach allen normalen Maßstäben gelten Sie und ich als reich – aber wir fühlen uns total mittelschichtig. Wir haben übrigens auch gar nicht besonders viele Möglichkeiten, Steuern zu hinterziehen. Und: Wir tragen die Hauptlast der Steuern in Deutschland. Wir und die, die noch reicher sind. Sie erinnern sich sicher: 80% der Steuern werden von den 20% der reichsten Menschen bezahlt.
Wenn man Ihre Argumentation mit der Korrelation zwischen Prozentsatz an Steuern zu Einkommen anlegt, müßte man denken: Der Einfluß der oberen Einkommen in Deutschland jedenfalls scheint ja nicht so groß zu sein. Aber das ist eine andere Diskussion.
In Griechenland war das eben anders. Aber das war ja nicht der einzige Grund für die Pleite. Wie immer müssen mehrere Faktoren zusammenkommen, damit so eine Katastrophe geschieht. Das eine waren die legalen Möglichkeiten, Geld vom Staat zu bekommen, das andere die Korruption, also die Möglichkeit, Geld nicht an den Staat zu bezahlen. Erhöhte Ausgaben, verringerte Einnahmen.
Und dann eben ein Volk, das die Regierung wählt, die am meisten verspricht. Das sogar jetzt noch auf die Straße geht und gegen Deutschland wettert, anstatt festzustellen, daß man sich das Problem zunächst einmal selbst eingebrockt hat.
22. Juni, 2011 at 19:03
Also, aus meiner Sicht geht es bei den Protesten um zwei Faktoren: Zum einen sehen die Betroffenen, dass die Satt- und Zufriedenheit abnehmen wird, da man Ihnen etwas von Ihrem Wohlstand wegnimmt. Da ist Protest eine ganz normale Reaktion, auch alleine, um Widerstand zu zeigen und weiteren Eingriffen vorzubeugen. Denn wer stillhält, kann ja später leichter weiter gequält werden …
Zum anderen geht es tatsächlich um Gerechtigkeit. Ich unterstelle dem “normalen” Griechen so viel Vernunft und Verstand, dass er einsieht, dass Einsparungen notwendig sind. Wenn er aber die Verteilung der Einsparungen nicht als gerecht ansieht, dann erregt das seinen Zorn. Gründe hierfür können mangelnde Bekämpfung der Korruption, fehlerhafte Umverteilung, Härtefälle etc. sein.
Und sicherlich mag es auch Protestierende geben, die um ihre Pfründe fürchten.
Das zeigt für mich, dass das Konzept, was man den Griechen aufbürdet, von innen und von aussen, nicht zu passen scheint oder eben als nicht passend empfunden wird. Hier mangelt es offensichtlich an Information und an mangelndem Einfühlungsvermögen der Sanierer. Dass dann auch schnell mal der Ausländer zum Sündenbock gemacht wird, bevor man auf die eigene Regierung losgeht, spricht eher für Patriotismus.
Ich bin Ihnen, Herr GP, dankbar für die Aussage, dass 80% der Steuern von 20% der reichsten bezahlt werden – würde man nicht in Prozenten, sondern in Euros rechnen, würde man eher sehen, dass manche Gutverdiener mehr Steuern bezahlen, als andere brutto verdienen.
Herr Wagner, in diesem Zusammenhang erschliesst sich mir Ihre Argumentation zur Steuergerechtigkeit nicht ganz. Meiner Meinung nach haben nicht die Bezieher hoher Einkommen bessere Möglichkeiten, Steuerzahlungen zu entgehen, sondern eher bestimmte Berufsgruppen, also Unternehmer eher als Angestellte. Ein Vorstandsvorsitzender als Angestellter der AG hat hier schlechtere Möglichkeiten, als ein Großunternehmer, weil sein Einkommen in Form des Gehalts dem Finanzamt offenliegt.
Gleiches gilt für den Kleinverdiener im Vergleich zum Kleinunternehmer, da der Unternehmer einfach mehr Gestaltungsspielraum hat.
Steuergerechtigkeit kann, so finde ich, auch nicht alleine durch Gesetze verordnet werden, sondern findet im Kopf des Steuerzahlers statt. Nur wenn man die erhobenen Steuern für sinnvoll und gerecht hält, wird man auch nicht versuchen, drum herum zu kommen, sondern seinen finanziellen Beitrag an sein Land leisten, ohne Schlupflöcher zu suchen.
23. Juni, 2011 at 09:39
Gerade im letzten Absatz, Blogspargel, sehe ich einen Widerspruch: Steuergerechtigkeit kann nicht durch Gesetze verordnet werden, sagen Sie, schreiben aber dann das meines Erachtens wirklche Problem: Nur wenn man die Steuern (noch) für sinnvoll und gerecht hält, wird man nicht an Steuerflucht und -hinterziehung denken.
Ich glaube daher, daß Steuergerechtigkeit ausschließlich durch Gesetze gemacht wird: Einfache, klare und faire Gesetze, bei denen die Menschen eben nicht das Gefühl haben, verarscht zu werden. Und im Großen und Ganzen hat das bei uns ja bisher auch geklappt (obwohl… aber ich schweife ab.)
Wenn ich mir von außen Geld leihe, das mir nicht zusteht, und das ich aufgrund von guten Willen erhalte, dann habe ich mich nicht über schlechte Umgangsformen oder Unsensibiliät beschweren. Wenn Griechenland aus eigener Kraft aus der Misere herauskäme, würde sich überhaupt niemand einmischen.
Aber es ist ja wohl völlig in Ordnung, wenn man Geld verleiht, man auch dafür sorgt, daß man es irgendwann zurückbekommt. Sonst nämlich würde man das Geld der eigenen Bürger veruntreuen. Das kanns ja auch nicht sein.