Gefährlich: Gewaltbereite Nationalisten kurz vorm Einmarsch in Polen

Gefährlich: Gewaltbereite Nationalisten kurz vorm Einmarsch in Polen

Jetzt geht natürlich auch wieder das Gemotze über Fähnchen am Auto, an Fußballbegeisterung und am Fankult los. Am lustigsten finde ich ja diesen dauernd kopierten Tweet, daß bei einem IQ unter (beliebigen, absurd niedrigen Wert einfügen) schwarz-rot-goldene Fähnchen am Auto zu befestigen seien – es ist schon lustig, wenn sich Menschen über einen niedrigen IQ lustig machen (wie ist das eigentlich mit Diskrimierung geistig Minderbemittelter?), die es nötig haben, diesen uralten Witz nochmals zu kopieren.

Oder diejenigen, die glauben, sie bewiesen, wie wenig sie der Fußball interessiere, indem sie alle paar Minuten schreiben, wie sehr sie sich wünschten, daß Deutschland ausscheide. Klar – die EM ist so langweilig, daß man an gar nichts anderes mehr denken kann.

Oder dieser Comic, auf dem ein Autofahrer „’schland!“ ruft und ihm ein rotgesichtiger Mann in höchster Wut „’schloch!“ zuruft. Eigentlich das passendste Bild: Hier jemand, der seiner Euphorie freien Lauf läßt, dort jemand, der sich deswegen so angegriffen fühlt, daß ihm die Äderchen auf der Stirn zu platzen drohen.
Mal ganz abgesehen davon, daß es sich um eine Fälschung handelt, bei der sogar der Name des Ursprungskünstlers weggelassen wurde.
Das Original – eine ganz andere Aussage.

Wissen Sie, mich nervt dieses ständige Gemaule über angeblichen Nationalismus durch Fußball, mich nervt dieses pseudokluge Geplappere über die Dummheit von Fußballfans. Was genau ist so schlimm daran, daß sich die Leute Fähnchen ans Auto kleben? Sollen sie das doch tun! Ich gebe zu: Ich mache das nicht. Ich habe insgesamt wenig am Hut mit diesem Fankult. Aber: Mich stört es kein bißchen, wenn ich im Straßenverkehr diese oder andere Fähnchen sehe.

Und bezüglich des Nationalismus: Leute, wir reden hier von Sport! Nicht vom Krieg. Kein Verlust eines Fußballspiels macht ein Kriegsverbrechen ungeschehen. Und kein Sieg verwandelt uns in mordlüstige Nazis. Wenn der Nationalstolz sich darauf beschränkt, im Fußball für das deutsche Team zu sein: Super! Was könnte es besseres geben, als diese potentiell gefährliche Neigung in einen so ungefährlichen Kanal wie den Sport umzuleiten? Im Fußball werden keine Menschen getötet, der Einsatz schwerer Maschinengewehre ist meines Wissens immer noch nicht zugelassen, und Atomwaffen sind in den meisten Stadien eher verpönt.

Lassen wir also denjenigen, die es spannend finden, ihren Spaß am Spiel! Niemand ist automatisch klüger, nur weil er sich nicht dafür interessiert.

Es ist eben letztlich nur: Fußball.