Mit den wichtigen Dingen

Mit den wichtigen Dingen


So, das hat nun alles ganz wunderbar funktioniert. Immerhin das. Ich mußte nichts nachinstallieren, alle Einstellungen wurden übernommen, die heruntergeladenen Anwendungen wieder installiert, selbst die angepaßten Menüseiten wurden anstandslos wiederhergestellt.

Es dauerte halt nur ein wenig, aber immerhin mußte ich sowieso den Akku laden.

Im Gegensatz zu der merkwürdigen Art und Weise wie das Update verteilt wurde (oder eben auch nicht), ist immerhin der Vorgang an sich wieder vorbildlich abgelaufen.

Ich bin wieder zufrieden mit dem Spielzeug.

Natur frißt Technik

Natur frißt Technik

Zufällig entdecke ich im Netz eine Information darüber, daß die ersten iPhones 3G mit einer älteren Softwareversion (build: 5A345) ausgeliefert wurde, die fehlerhaft war. Nun, meine ersten Eindrücke bestätigten das ja. Nun liegt also die Version 5A347 vor. Aber iTunes ist nicht darauf ausgerichtet, solche Details zu erkennen und verweigert das Update mit der Begründung, daß die Version 2.0 – egal, ob 345 oder 347 – die aktuelle sei.

Die einzige Möglichkeit, die neue Version aufzuspielen, ist also ein manuelles Zurücksetzen des gesamten Telephones. Schade, zumal ich ungefähr 12 GB an Daten draufgespielt habe, außerdem 5 Anwendungen aus dem iTunes-Store. Dank „Mobile Me” wird sich die Wiederherstellung zwar nicht besonders schwierig gestalten, aber es wird dauern.

Das alles wäre sehr leicht zu verhindern gewesen, wenn Apple einfach nur das Update „Version 2.1” genannt hätte. Oder iTunes beigebracht hätte, auch auf die Build-Nummern zu achten. So jedenfalls ist das ein äußerst frickliger Vorgang, der so gar nicht zu Apples Benutzerfreundlichkeit passen will.

Ich überlege einen Moment lang, das Telephon kurzerhand wegzuwerfen. Auf daß sich die Natur wiederholen möge, was wir ihr entrissen. So wie das abgebildete Fahrradschloß in Ottensen.

Extra zum heutigen Tag werfe ich mich in ein rosafarbenes Hemd von Zegna, damit ich in der Horde der Apple-Jünger nicht auffalle. Natürlich habe ich keine allzu großen Hoffnungen, schließlich scheint das iPhone 3G ja innerhalb kürzester Zeit überall ausverkauft zu sein. Ob da meine kürzlich aufgegebene Internetbestellung eine Chance hat? Wohl kaum. Ich frage mich die ganze Zeit sowieso schon, ob mein Trick, den Firmennamen in das Vornamensfeld zu schreiben, überhaupt funktionieren kann. Aber einen Firmenzusatz bietet das Formular auf der T-Mobile-Seite nicht an.

Mittagszeit. Leider überschneiden sich zwei wichtige Bedürfnisse: Aufs iPhone warten und essen. Ich entscheide mich für Ersteres, weiß aber, daß die Wahl vermutlich unsinnig gewesen sein wird. Aber ich halte aus, höre nicht auf den Magen, der mir mitteilt, wie langweilig ihm ist.

Bei jedem Klingeln rase ich nach vorne, an den staunenden Sekretärinnen vorbei, zur Tür, reiße sie auf und falle jedem Besucher um den Hals, wenn er ein Paket dabei zu haben scheint. Ich ernte die ersten merkwürdigen Blicke.

„So, jetzt Middach,” denke ich mir, und ich denke tatsächlich an das Wort „Middach”, ohrfeige mich selbst innerlich für diese dämliche Schreibweise, auch wenn sie nur vorgestellt ist. Ich gehe zum Lift, der auch sofort die Tür öffnet – und einen Postboten ausspuckt, der zu mir will.

Zehn Minuten später habe ich all die unzähligen Formulare ausgefüllt, die man so ausfüllen muß, um zu dokumentieren, daß man wirklich, ganz sicher, auf jeden Fall, garantiert die Ware erhalten hat.

Und scheitere zunächst an der Aufgabe, die SIM-Karte ins iPhone zu legen.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 35 other followers